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14.01.2010 10:56

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Börsen in Europa am Morgen: Freundlich, Renault meldet Absatzrückgang

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Zürich (aktiencheck.de AG) - Beflügelt von starken Vorgaben aus Übersee können die europäischen Börsen recht deutlich zulegen. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 gewinnt zur Stunde 0,63 Prozent und steht bei 2.997,13 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 rückt daneben um 0,69 Prozent vor auf 2.620,22 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 steigt um 0,50 Prozent auf 697,91 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Gewinne.

Die Wall Street hat gestern nach Handelsschluss in Europa noch recht deutlich zulegen können. Der Dow Jones ging mit +0,5 Prozent in den Feierabend. Der Nasdaq Composite gewann 1,1 Prozent. Zuvor hat die Fed den Konjunkturberichte Beige Book veröffentlicht. Demnach habe sich das Umfeld der US-Wirtschaft seit dem letzten Bericht etwas verbessert. In Tokio zog der Nikkei-Index heute um 1,6 Prozent an. Satte Zuwächse wurden außerdem aus Shanghai gemeldet. Am Nachmittag steht der Zinsentscheid der EZB auf dem Programm. In den USA werden der Einzelhandelsumsatz, die Ein- und Ausfuhrpreise, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Lagerbestände erwartet. Am Abend dann lässt der Chip-Konzern Intel in seine Bücher blicken.

Der französische Automobilhersteller Renault gab heute bekannt, dass sein Absatz im Gesamtjahr 2009 gesunken ist. Den Angaben zufolge hat der Konzern bis Ende Dezember 2009 insgesamt 2,31 Millionen Fahrzeuge (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) verkauft, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent entspricht. Der Weltmarkt sei in 2009 indes um 4,7 Prozent geschrumpft, hieß es. Der weltweite Marktanteil von Renault erhöhte sich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent. 2010 rechnet der Konzern für den europäischen Markt mit einem Rückgang um 8 bis 10 Prozent. Renault halte jedoch an dem Ziel fest, seinen Marktanteil zu steigern. Die im CAC40 gelistete Aktie pendelt zur Stunde zwischen Plus und Minus. Titel des Mitbewerbers Peugeot gewinnen hingegen 1,7 Prozent. An der Indexspitze rangieren Michelin mit einem Aufschlag von knapp 3 Prozent.

Der Bergbaukonzern Rio Tinto konnte im vierten Quartal 2009 dank einer starken Nachfrage aus China seine Eisenerz-Produktion ausweiten. Unternehmensangaben zufolge erhöhte sich der Output von Eisenerz gegenüber dem Vorjahresquartal um 49 Prozent und von Garkupfer um 15 Prozent. Bei Aluminium gab es hingegen ein Minus von 3 Prozent. Zudem wurde 1 Prozent weniger Bauxit abgebaut. Rio Tinto gewinnen im FTSE 100 fast 3 Prozent. Xstrata rücken als stärkster Wert um 3,5 Prozent vor. Deutliche Gewinne sind außerdem bei Eurasian, BHP Billiton und Kazakhmys auszumachen. Die Aktie der Großbank Lloyds sticht mit einem Plus von fast 3 Prozent ebenfalls aus der Masse.

Der belgische Einzelhandelskonzern Delhaize (Delhaize Group) gab die Umsatzzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt und bestätigte im Anschluss die Prognose für 2009. Auf Basis konstanter Wechselkurse verbesserte sich der Konzernumsatz um 1,2 Prozent auf 19,9 Mrd. Euro. Ohne die Berücksichtigung kalendarischer Einmaleffekte stiegen die Umsatzerlöse um 2,6 Prozent. Delhaize geben im BEL 20 rund 3 Prozent ab.

Im Schweizer SMI können Julius Bär und Synthes jeweils mehr als 2 Prozent zulegen. Außerdem verteuern sich Swiss Re um 1,5 Prozent, Roche um 1,2 Prozent und Credit Suisse ebenfalls um 1,2 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.997,13 (+0,63 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.620,22 (+0,69 Prozent) EURONEXT 100: 697,91 (+0,50 Prozent) FTSE 100 (London): 5.512,16 (+0,71 Prozent) CAC40 (Paris): 4.023,03 (+0,55 Prozent) MIB (Mailand): 23.888,97 (+0,98 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.989,70 (+0,26 Prozent) SMI (Zürich): 6.616,28 (+0,94 Prozent) ATX (Wien): 2.673,08 (+0,80 Prozent) (14.01.2010/ac/n/m)

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