Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen können am Mittwoch auf Gewinne blicken. Der Dow Jones EURO STOXX 50 legt aktuell 0,67 Prozent zu auf 2.632,38 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 rückt um 0,61 Prozent vor auf 2.455,13 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 steigt um 0,53 Prozent auf 636,88 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren überwiegend fester.
Die US-Börsen haben am Vorabend keine klare Tendenz erkennen lassen und die Tageshöchststände nicht verteidigen können. Im Blick stand unter anderem das Protokoll der letzten Fed-Sitzung. Dabei wurde eine Verlangsamung der Erholung der US-Wirtschaft deutlich. Nach den massiven Verlusten am Dienstag gewann der Nikkei-Index heute in Tokio 1,2 Prozent. Hintergrund waren starke Daten zum BIP aus Australien. In den USA stehen am Nachmittag der ADP-Arbeitsmarktbericht, der ISM Index sowie die Bauausgaben auf der Agenda.
Titel des deutschen Autobauers BMW werden in den Dow Jones EURO STOXX 50 aufgenommen und ersetzen das Papier des niederländischen Versicherers AEGON . Die Index-Veränderungen treten am 20. September in Kraft. AEGON können im AEX dennoch um 2 Prozent vorrücken.
Der durch die Ölkatastrophe am Golf von Mexiko schwer gebeutelte britische Ölkonzern BP setzt seine Konzentration auf das Kerngeschäft weiter fort. Demnach hat der Ölmulti eine Vereinbarung zum Verkauf von Beteiligungen an zwei Produktionsniederlassungen für Ethylen und Polyethylen in Malaysia an den malaysischen Ölkonzern PETRONAS geschlossen. Im Zuge der Vereinbarung zahlt PETRONAS insgesamt 363 Mio. Dollar an BP. Wie BP weiter bekannt gab, werde man im Zuge der Transaktion auch noch eine Abschlussdividende in Höhe von 48 Mio. Dollar erhalten. BP können im FTSE 100 in London leicht zulegen. Spitzenreiter ist TUI Travel mit einem Plus von über 5 Prozent. Daneben gewinnen unter anderem Fresnillo 3,5 Prozent und Cable & Wireless 3,1 Prozent.
Der französische Mischkonzern Vivendi (Vivendi Universal) musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Die Erlöse konnten um 6,2 Prozent auf 7,06 Mrd. Euro gesteigert werden. Das EBIT lag mit 1,51 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 1,37 Mrd. Euro. Um Einmaleffekte bereinigt erreichte das EBIT 1,65 Mrd. Euro. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter ein Gewinn von 669 Mio. Euro ausgewiesen, nach 695 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang resultiert dabei unter anderem aus einer höheren Steuerbelastung. Vivendi gewinnen im CAC40 mehr als 4 Prozent. Für Vinci geht es um gut 2 Prozent nach oben. Der Baukonzern hat am Vorabend die Zahlen zum ersten Halbjahr veröffentlicht. Dabei konnten die Umsatzerlöse um 2,3 Prozent auf 15,51 Mrd. Euro gesteigert werden. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn verbesserte sich um 1,9 Prozent auf 703 Mio. Euro. Daneben hat auch der Mischkonzern Bouygues in seine Bücher blicken lassen. Beim Umsatz musste der Konzern im ersten Halbjahr einen Rückgang von 1 Prozent auf 14,66 Mrd. Euro verbuchen. Daneben ging der Nettogewinn um 3 Prozent auf 532 Mio. Euro zurück. Für das Gesamtjahr wurde die Umsatzprognose indes angehoben. Bouygues sacken um über 2 Prozent ab.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.632,38 (+0,67 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.455,13 (+0,61 Prozent) EURONEXT 100: 636,88 (+0,53 Prozent) FTSE 100 (London): 5.264,07 (+0,74 Prozent) CAC40 (Paris): 3.511,15 (+0,58 Prozent) MIB (Mailand): 19.767,53 (+0,17 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.263,50 (+0,75 Prozent) SMI (Zürich): 6.233,14 (+0,85 Prozent) ATX (Wien): 2.415,27 (+0,55 Prozent) (01.09.2010/ac/n/m)