Paris (www.aktiencheck.de) - Die europäischen Börsen starten mit Aufschlägen in den letzten Tag der Handelswoche. Nach dem Rating-Downgrade Spaniens durch Moody´s richtet sich der Blick der Marktteilnehmer heute auf die am Wochenende stattfindenden Wahlen in Griechenland, deren Ausgang für den Verbleib des Landes in der Eurozone ausschlaggebend sein könnte. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 1,02 Prozent auf 2.170,12 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 zieht indes um 0,55 Prozent an auf 2.315,80 Punkte. Die europäischen Länderbörsen bewegen sich mehrheitlich im Plus.
Wie die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) mitteilte, sind die Auto-Neuzulassungen im Mai 2012 in der Europäischen Union (EU27) gesunken. So verringerte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen binnen Jahresfrist um 8,7 Prozent auf 1.106.845 Einheiten. In den ersten fünf Monaten 2012 fiel die Zahl um 7,7 Prozent auf 5.442.326 Einheiten. Für Deutschland, den größten Automobilmarkt in Europa, wurde im Berichtsmonat eine Abnahme um 4,8 Prozent auf 289.977 Neuzulassungen gemeldet. Im Fünf-Monats-Zeitraum ergab sich ein Plus von 0,3 Prozent auf 1.337.679 Pkw.
Im französischen CAC40 liegen aktuell ArcelorMittal mit einem Plus von 3,9 Prozent an der Spitze. Ferner werden Finanztitel gesucht. So legen Société Générale, Crédit Agricole und AXA auf den folgenden Plätzen zwischen 2,5 Prozent und 3,3 Prozent zu. Aktien von Carrefour klettern derweil um 1,7 Prozent nach oben. Der Einzelhandelskonzern gab heute bekannt, dass er und Marinopoulos ihre Partnerschaft in Griechenland neu strukturieren. Unter den wenigen Verlierern im Index finden sich aktuell Danone und L'Oréal mit Abschlägen von 0,3 Prozent bzw. 0,7 Prozent wieder.
Im britischen FTSE 100 setzen sich kurz nach Handelsbeginn Finanztitel an die Spitze. Royal Bank of Scotland legen als stärkster Wert um 6,4 Prozent zu. Barclays und Lloyds Banking können Zugewinne von 4,9 Prozent bzw. 4,7 Prozent vorweisen. Deutliche Aufschläge von über 3 Prozent sind darüber hinaus bei Vedanta Resources und Fresnillo auszumachen. Unter den Verlierern stechen auf dem letzten Platz Aggreko mit einem Minus von 4,4 Prozent hervor.
Aktien von Hennes & Mauritz (HennesMauritz AB (HM, H&M)) legen aktuell in Stockholm um 1,7 Prozent zu, nachdem die Bekleidungskette im Mai und im zweiten Quartal ein deutliches Umsatzplus ausweisen konnte. Für Aktien von Statoil (Statoil ASA) geht es derweil in Oslo um 1,7 Prozent nach oben. Norwegens größter Öl- und Erdgaskonzern gab heute bekannt, dass er Aufträge für die Charterung von sieben neuen Versorgungsschiffen für den Einsatz im Norwegischen Kontinentalschelf vergeben hat.
Aktien der Telekom Austria ziehen um 2,2 Prozent an und behaupten sich damit auf dem zweiten Platz im österreichischen ATX. So hat der vom Multi-Milliardär Carlos Slim kontrollierte mexikanische Telekom-Konzern America Movil (America Movil SAB de CV (L) (spons ADRs)) das vom Investor Ronny Pecik gehaltene 21-prozentige Aktienpaket an der Telekom Austria übernommen. An der Indexspitze liegen aktuell CA Immobilien Anlagen mit 2,3 Prozent im Plus, während EVN als Schlusslicht um 0,8 Prozent zurückfallen.
Im Schweizer SMI nehmen Anteile von Adecco mit einem Plus von 1,9 Prozent die Spitzenposition ein. Credit Suisse und UBS legen auf den folgenden Plätzen um 1,8 Prozent bzw. 1,5 Prozent zu. Auf den letzten beiden Plätzen fallen derweil die Anteile der Pharmakonzerne Novartis und Roche um 0,4 Prozent bzw. 0,6 Prozent zurück.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.170,12 (+1,02 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.315,80 (+0,55 Prozent) FTSE 100 (London): 5.507,15 (+0,73 Prozent) CAC40 (Paris): 3.057,88 (+0,84 Prozent) MIB (Mailand): 13.343,91 (+1,98 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.696,00 (+1,22 Prozent) SMI (Zürich): 5.918,12 (+0,16 Prozent) ATX (Wien): 1.909,47 (+1,13 Prozent) (15.06.2012/ac/n/m)