Paris (aktiencheck.de AG) - Trotz negativer Vorgaben aus den USA befinden sich die wichtigsten europäischen Indizes im frühen Montagshandel im grünen Bereich. Infolge der Pfingstfeiertage ist der Handel nachrichtenarm und in Österreich sowie der Schweiz bleiben die Börsen geschlossen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,08 Prozent auf 2.734,83 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 zieht um 0,32 Prozent an auf 2.516,68 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbessert sich um 0,13 Prozent auf 681,88 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Plus.
Im britischen FTSE 100 liegen Kazakhmys mit einem Plus von 2,8 Prozent derzeit auf Platz Zwei. Der Kupferminenbetreiber hat mit der China Developement Bank eine Absichtserklärung über eine Kreditlinie im Gesamtwert von 1,5 Mrd. US-Dollar unterzeichnet. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung des Minenbetreibers hervorgeht, will man die Mittel zur Erschließung eines Kupferprojekts in Kasachstan verwenden. Der endgültige Abschluss des Kreditvertrags soll voraussichtlich Ende des Jahres 2011 erfolgen, wobei noch zusätzliche Verhandlungen notwendig seien, so der Konzern. Besser entwickeln sich nur Eurasian mit einem Kursaufschlag von 4,9 Prozent. Dagegen gehören Imperial Tobacco (Imperial Tobacco Group) mit einem Minus von 1,1 Prozent zu den stärksten Verlierern. Der Tabakkonzern erwartet für das laufende Fiskaljahr einen Gewinnrückgang in Spanien. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, geht man für das am 30. September endende Fiskaljahr in Spanien von einem Rückgang beim operativen Ergebnis in Höhe von rund 110 Mio. Britischen Pfund (GBP) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert aus. Das operative Konzernergebnis werde jedoch im Gesamtjahr ohne die Berücksichtigung der Geschäftsaktivitäten in Spanien im Rahmen des Konzernmanagements liegen, hieß es weiter. Schlechter zeigen sich Reckitt (-1,2 Prozent) und Aggreko (-3,6 Prozent).
Der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold hat in der Zeit vom 06. bis einschließlich 10. Juni 2011 insgesamt 4.611.934 Aktien zurückgekauft. Unternehmensangaben vom Montag zufolge wurden die Anteilsscheine im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms zum Preis von durchschnittlich 9,4734 Euro pro Aktie erworben. Insgesamt entspreche dies einem Kaufpreis von 43,70 Mio. Euro, hieß es. Die Aktien notieren derzeit 0,4 Prozent leichter.
In Italien hat sich die Industrieproduktion im April 2011 mit beschleunigtem Tempo erhöht. Dies gab die nationale Statistikbehörde Istat in Rom am Montag bekannt. Binnen Jahresfrist kletterte der Industrie-Output der viertgrößten europäischen Volkswirtschaft kalenderbereinigt um 3,7 Prozent. Für März war nur ein Plus von 3,4 Prozent ermittelt worden. Im Vormonatsvergleich zog die Industrieproduktion saisonbereinigt um 1,0 Prozent an, während sie zuvor um 0,7 Prozent gestiegen war. Aktien von Fiat (Fiat Group) ziehen aktuell 0,1 Prozent an. Der Automobilkonzern will bis Jahresende gemeinsam mit seinem Kooperationspartner Guangzhou Automobile Group die Pkw-Produktion in China starten. Wie die Redation von "MotorZeitung.de" berichtet, soll bis 2015 eine Jahresproduktion von 500.000 Fahrzeugen am Standort Changsha erreicht werden. Hier soll ein neuer Kompaktwagen gebaut werden. Schon im nächsten Jahr sollen in China 140.000 Fahrzeuge sowie 220.000 Motoren vom Band rollen, hieß es weiter.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.734,83 (+0,08 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.516,68 (+0,32 Prozent) EURONEXT 100: 681,88 (+0,13 Prozent) FTSE 100 (London): 5.783,93 (+0,31 Prozent) CAC40 (Paris): 3.809,84 (+0,12 Prozent) MIB (Mailand): 20.134,98 (+0,09 Prozent) (13.06.2011/ac/n/m)