Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte befinden sich zum Start in die neue Handelwoche auf dem Vormarsch. Neben den Hoffnungen auf eine baldige Lösung der europäischen Schuldenkrise sorgen dabei auch gute Vorgaben von den US-Börsen für eine positive Stimmung. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,46 Prozent auf 2.348,38 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,53 Prozent auf 2.291,12 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Plus.
Beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU hat es bislang keine Einigung über Schritte zur Lösung der Euro-Schuldenkrise oder Beschlüsse zu einem Konsens über die Sanierung des kurz vor der Pleite stehenden Euro-Mitglieds Griechenland gegeben. Stattdessen wurden konkrete Entscheidungen auf Mitte dieser Woche vertagt. Die Entscheidungen zur Rettung des Euros werden am Mittwoch fallen, unterstrichen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy in einer gemeinsamen Pressekonferenz am Sonntag in Brüssel. Merkel erläuterte, es müsse jetzt einerseits darum gehen, den europäischen Rettungsfonds EFSF so auszubauen, dass er den Anforderungen zum Schutz der Euro-Länder gerecht werde. Andererseits müsse es um ein neues Griechenland-Programm gehen. Aber man habe am Sonntagmittag bei dem Treffen der 27 EU-Mitgliedstaaten auch darüber gesprochen, in Zukunft die Haushaltsdisziplin strenger zu fassen.
In den Niederlanden befinden sich die Aktien von TomTom mit einem Aufschlag von 18,9 Prozent im Höhenrausch. Der Navigationsgerätehersteller verlautbarte heute, dass er seinen Gewinn im dritten Quartal zum Vorjahr deutlich steigern konnte. Im Vorquartal war noch ein hoher Verlust ausgewiesen worden. Allerdings zeigten sich operatives Ergebnis und Umsatz rückläufig. Angesichts dieser Entwicklung wurde ein Restrukturierungsprogramm beschlossen. Daneben wurde ein starker Ausblick gegeben. Der Nettogewinn belief sich auf 28,9 Mio. Euro bzw. 13 Cent pro Aktie, nach 19,3 Mio. Euro im Vorjahr. Auf bereinigter Basis lag der jüngste Gewinn bei 18 Cent (Vorjahr: 14 Cent) pro Aktie. Der operative Gewinn ging um 26 Prozent auf 40,7 Mio. Euro zurück. Der Umsatz fiel um 10 Prozent auf 336,5 Mio. Euro. Der Konzern hat ein Restrukturierungsprogramm eingeleitet, das TomTom auf wachstumsstarke Bereiche ausrichten soll, darunter z.B. Automotive und Content & Services. Dabei werden auch Stellen abgebaut, wobei keine konkreten Zahlen genannt wurden. Für das laufende Fiskaljahr wurde die zuletzt veröffentlichte Prognose bestätigt, wobei TomTom nun einen Umsatz am oberen Ende der Spanne von 1,225 und 1,275 Mrd. Euro und einen bereinigten Gewinn je Aktie am oberen Ende der Spanne von 25 bis 30 Cent erwartet.
Unterdessen geht es für Nokia um 1,1 Prozent nach oben. Der Mobiltelefonhersteller hat nach Einschätzung des neuen Vorstands Michael Halbherr den Tiefpunkt seiner Krise erreicht.
Der französische Leitindex CAC 40 wird im frühen Montaghandel von den beiden Banktiteln Société Générale und Criedit Agricole angeführt, die sich um 3,6 bzw. 2,5 Prozent verteuern. Auf Platz fünf rücken daneben BNP Paribas um 1,8 Prozent vor. Die rote Laterne wird indes von Peugeot mit einem Wertverlust von 2 Prozent gehalten.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.348,38 (+0,46 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.291,12 (+0,53 Prozent) FTSE 100 (London): 5.517,27 (+0,52 Prozent) CAC40 (Paris): 3.180,92 (+0,30 Prozent) MIB (Mailand): 16.176,98 (+0,38 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.875,80 (+0,26 Prozent) SMI (Zürich): 5.787,98 (+0,60 Prozent) ATX (Wien): 1.979,19 (+1,15 Prozent) (24.10.2011/ac/n/m)