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17.11.2010 10:59

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Börsen in Europa am Morgen: Indizes erholen sich von Vortagesverlusten

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen können sich im frühen Mittwochhandel etwas von ihren gestrigen massiven Verlusten erholen. Als Belastungsfaktoren sind weiterhin die Sorgen um die irische Verschuldungssituation und die Angst vor einer Zinserhöhung in China auszumachen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 0,44 Prozent auf 2.793,97 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 steigt um 0,40 Prozent auf 2.549,73 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 legt indes um 0,33 Prozent zu auf 684,25 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls im Plus.

An der Wall Street waren am Dienstag massive Abschläge zu verzeichnen. Dabei belasteten vor allem die Ängste vor einer Zinserhöhung in China. Zudem drückten auch Meldungen aus Irland um mögliche EU-Hilfen auf die Stimmung. Der Dow Jones verlor am Ende 1,59 Prozent auf 11.023,50 Punkte, während sich der NASDAQ Composite um 1,75 Prozent auf 2.469,84 Punkte verschlechterte. Der S&P 500 fiel um 1,62 Prozent auf 1.178,34 Zähler. Die größten Börsen in Asien entwickeln sich angesichts der schlechten Vorgaben der US-Börsen mehrheitlich schwächer. Nach den Vortagesverlusten konnte der Nikkei-Index heute in Tokio aber mit einem Plus von 0,15 Prozent bei 9.811,66 Punkten aufwarten.

Wichtige Nachrichten gab es heute aus der Schweiz. Roche hat ein groß angelegtes Restrukturierungsprogramm angekündigt. So sollen im Rahmen des "Operational Excellence Programs" in den kommenden beiden Jahren weltweit rund 4.800 Stellen abgebaut werden, was 6 Prozent der derzeitigen Belegschaft entspricht. Zudem sollen darüber hinaus 800 Arbeitsplätze auf andere Standorte des Konzerns verlagert und weitere 700 Jobs im Rahmen von Outsourcing-Maßnahmen an Drittunternehmen ausgelagert werden. Allein für das Jahr 2011 erhofft sich der schweizerische Pharmakonzern durch das Programm Einsparungen in Höhe von 1,8 Mrd. Schweizer Franken (CHF), wobei man ab 2012 von Kostensenkungen in Höhe von 2,4 Mrd. CHF pro Jahr ausgeht. Im Zuge des Restrukturierungsprogramms werden für den Zeitraum von 2010 bis 2012 Einmalbelastungen in Höhe von insgesamt 2,7 Mrd. CHF erwartet. Der Titel legt um 1,8 Prozent zu. An der Spitze des SMI schießen Actelion um 9,6 Prozent nach oben. Einem Medienbericht zufolge prüft der Biotechnologiekonzern Amgen ein Übernahmeangebot für den Schweizer Konkurrenten.

In Großbritannien sieht der Energie- und Gasversorger Centrica sich für das laufende Fiskaljahr gemäß des Interim Management Statements zum Verlauf des dritten Quartals beim operativen Ergebnis leicht über Plan. So habe man die ins Auge gefassten Umstrukturierungen und strategischen Zielsetzungen gut umsetzen können und geht in diesem Zusammenhang für das Gesamtjahr von einem operativen Ergebnis leicht oberhalb der Markterwartungen aus. Für das Gesamtjahr erwartet Centrica beim Nettogewinn sowie beim Gewinn je Aktie ein Ergebnis im Rahmen der Analystenschätzungen. Der Anteilsschein verliert 1,4 Prozent an Wert. Im FTSE 100 setzen sich die Papiere von Experian mit einem Aufschlag von 4,4 Prozent an die Indexspitze, während am Ende Marks & Spencer um 2,4 Prozent nachgeben.

Der kanadische Mischkonzern Bombardier (Bombardie b) gab gestern bekannt, dass das Konsortium aus Bombardier Transportation und Alstom Transport, Teil des französischen Industriekonzerns Alstom , die offizielle Auftragsfreigabe für den Vertrag mit der Société de transport de Montréal (STM) zur Lieferung von 468 U-Bahn-Wagen (52 Züge zu je neun Wagen) erhalten hat. Die Vertragsunterzeichnung wurde bereits am 22. Oktober 2010 bekannt gegeben. Daraufhin verbilligen sich die Aktien von Alstom um 0,1 Prozent. EADS (European Aeronautic Defence and Space) legen um 0,4 Prozent zu. Der Konzern meldete gestern, dass die Fluggesellschaft TransAsia Airways aus Taiwan bei Airbus zwei A330-300-Großraum- sowie sechs A321-Single-Aisle-Jets fest in Auftrag gegeben hat. In Frankreich stehen heute Bankwerte hoch im Kurs. So verteuern sich Société Générale an der Spitze um 1,8 Prozent, während auf Platz vier BNP Paribas um 1,1 Prozent vorrücken.

Quartalsausweise kamen heute noch aus Österreich. Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment konnte in den ersten neun Monaten mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. Während sich der Umsatz um 14 Prozent auf 215,2.Mio. Euro verbesserte, wurde unter dem Strich ein Gewinn von 17,6 Mio. Euro ausgewiesen, nach 13,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Aktie rückt um 1,8 Prozent vor. Ferner musste die Österreichische Post (Oesterreichische Post) in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Umsatzrückgang um 0,6 Prozent auf 1,71 Mrd. Euro hinnehmen. Unter dem Strich verzeichnete der führende österreichische Brief- und Logistikkonzern beim Periodenergebnis einen Gewinn von 68,1 Mio. Euro, nach 67,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Papier verbessert sich um 1,1 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.793,97 (+0,44 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.549,73 (+0,40 Prozent) EURONEXT 100: 684,25 (+0,33 Prozent) FTSE 100 (London): 5.682,14 (+0,00 Prozent) CAC40 (Paris): 3.772,26 (+0,26 Prozent) MIB (Mailand): 20.599,37 (+0,18 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.148,90 (+0,53 Prozent) SMI (Zürich): 6.510,92 (+0,53 Prozent) ATX (Wien): 2.669,68 (+0,29 Prozent) (17.11.2010/ac/n/m)

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