Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen schlagen im frühen Dienstaghandel nach den deutlichen Verlusten vom Vortag einen moderaten Erholungskurs ein. Die europäische Schuldenkrise bleibt allerdings weiterhin präsent. So hat die US-Ratingagentur Fitch hat den Ausblick für das Kreditrating von Belgien von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,47 Prozent auf 2.807,47 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt um 0,16 Prozent zu auf 2.579,76 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbessert sich um 0,39 Prozent auf 702,02 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Plus.
Marks & Spencer Group (MarksSpencer) verschlechtern sich um 1,2 Prozent. Der Kaufhauskonzern konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr steigern und profitierte dabei von Marktanteilsgewinnen sowohl im Bereich Bekleidung als auch im Lebensmittelsegment. Beim Ausblick gab sich der Konzern indes zurückhaltend. Der Nettogewinn im Geschäftsjahr zum 2. April 2011 belief sich auf 612 Mio. Britische Pfund (GBP), gegenüber 526,3 Mio. GBP im Vorjahr. Der Umsatz nahm leicht um 2,1 Prozent auf 9,74 Mrd. GBP zu. Auf bereinigter Basis legte der Vorsteuergewinn von 694,6 Mio. GBP auf 714,3 Mio. GBP zu. Analysten waren hier im Vorfeld von einem Wert von 711 Mio. GBP ausgegangen. Auf Platz eins der Gewinnerliste rücken Antofagasta um 2,8 Prozent vor. Überhaupt stehen heute Rohstoffwerte hoch im Kurs. So legen auf den Plätzen zwei und drei Kazakhyms und Fresnillo um 2,5 bzw. 2,3 Prozent zu, während sich BHP Billiton und Rio Tinto um jeweils 1,7 Prozent verteuern. Die rote Laterne wird indes von Lloyds Banking mit einem Abschlag von 1,3 Prozent gehalten.
In der Schweiz stehen im breiten Markt die Aktien von Swiss Life mit einem Aufschlag von 1,4 Prozent im Blick. Der Lebensversicherer verlautbarte, dass er aufgrund der zusätzlichen Nachfrage seitens der Investoren seine kürzlich ausgegebene nachrangige Anleihe mit unbeschränkter Laufzeit um 75 Mio. CHF aufstockt. Den Angaben zufolge ist die Anleihe fungibel mit der am 4. April 2011 begebenen, auf Schweizer Franken lautenden Hybridanleihe. Der Coupon wurde bis zum ersten Rückzahlungstermin im Oktober 2016 auf 5,25 Prozent festgelegt. Die Abwicklung erfolgt voraussichtlich am 20. Juni 2011. Ferner meldete Nestlé einen Zukauf. So verlautbarte der Lebensmittelkonzern, dass die Nestlé Health Science S.A. die amerikanische Prometheus Laboratories Inc. übernimmt. Den Angaben zufolge ist Prometheus mit Sitz in San Diego auf Diagnostik und lizenzierte Spezialmedikamente bei gastroenterologischen Erkrankungen und Krebs spezialisiert und verfügt über ein Team hochqualifizierter medizinischer Vertreter. Das Unternehmen konzentriert sich u.a. auf entzündliche Darmerkrankungen, darunter Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung durch die zuständigen Behörden. Die Papiere von Nestlè verbessern sich um 0,2 Prozent. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen im SMI die Anteilsscheine von Holcim, die um 1,6 Prozent zulegen können, während sich die Anleger gleichzeitig vornehmlich von den Aktien von Swiss Re trennen. Die Titel verbilligen sich um 0,9 Prozent.
Das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe hat sich im Mai 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INSEE verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 107 Punkte, wogegen Volkswirte mit einem Wert von 109 Punkten gerechnet hatten. Im Vormonat war ein Indexstand von revidiert 109 (vorläufig: 110) Punkten gemeldet worden. Im CAC 40 können die Titel von PPR mit 2 Prozent die größten Zugewinne verbuchen, während Danone mit 1,7 Prozent die stärksten Abschläge verzeichnen.
Rosenbauer International (Rosenbauer International) musste im ersten Quartal erwartungsgemäß einen leichten Umsatzrückgang ausweisen, konnte das Konzernergebnis jedoch verbessern. So lag der Umsatz des Feuerwehr-Ausrüsters mit 107,3 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 114,2 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde hingegen beim Periodenergebnis ein Anstieg auf 5,3 Mio. Euro (Vorjahreswert: 4,6 Mio. Euro) ausgewiesen. Der Titel notiert annähernd auf Vortagesniveau. Sanochemia Pharmazeutika konnte indes im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/11 (1. Oktober 2010 bis 31. März 2011) Umsatz und Gewinn steigern. Dabei wirkten sich die konsequente Umsetzung des straffen Kostenmanagements, die kontinuierlichen Prozessverbesserungen und die ertragsorientierte Vertriebsaktivität im gesamten Konzern positiv aus. Das Papier legt um 2,1 Prozent zu.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.807,47 (+0,47 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.579,76 (+0,16 Prozent) EURONEXT 100: 702,02 (+0,39 Prozent) FTSE 100 (London): 5.855,91 (+0,34 Prozent) CAC40 (Paris): 3.923,79 (+0,43 Prozent) MIB (Mailand): 20.612,08 (+0,39 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.142,40 (+0,59 Prozent) SMI (Zürich): 6.447,77 (+0,15 Prozent) ATX (Wien): 2.727,37 (+0,81 Prozent) (24.05.2011/ac/n/m)