Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen kommen zum Start in die neue Handelswoche deutlich unter die Räder. Dabei drücken die Diskussionen um eine mögliche Umschuldung Griechenlands schwer auf das Gemüt der Anleger. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 1,85 Prozent auf 2.801,08 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt um 1,30 Prozent nach auf 2.584,11 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verschlechtert sich um 1,55 Prozent auf 701,84 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
Mit einem Abschlag von 5,6 Prozent befinden sich momentan die Aktien der Billigfluggesellschaft Ryanair Holdings im breiten Markt im Tiefflug. Die Gesellschaft konnte zwar ihren Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich steigern. Jedoch werden den Angaben zufolge hohe Treibstoffkosten und ein fehlendes Wachstum bei der Kapazität das Ergebnis im laufenden Jahr belasten. Der Nettogewinn im Geschäftsjahr zum 31. März 2011 belief sich auf 374,6 Mio. Euro, gegenüber einem Gewinn von 305,3 Mio. Euro im Vorjahr. Der Nettogewinn vor Einmaleffekten lag bei 400,7 Mio. Euro, nach 318,8 Mio. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem bereinigten Gewinn von 382 Mio. Euro ausgegangen. Der Umsatz erhöhte sich indes um 21 Prozent auf 3,63 Mrd. Euro. Bei den Passagierzahlen verbuchte der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Anstieg um 8 Prozent auf 72,1 Millionen, im Vergleich zu 66,5 Millionen im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nur mit einem Gewinn (bereinigt) in der Größenordnung des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von 400 Mio. Euro. Hintergrund sind steigende Kosten, vor allem aufgrund höherer Ölpreise. Bei den Passagierzahlen erwartet man eine Zunahme um 4 Prozent auf 75 Millionen. Gleichzeitig verschlechtern sich die Papiere des Konkurrenten easyJet im breiten Markt um 5 Prozent, nachdem das Unternehmen mitteilte, dass Sir David Michels, Deputy Chairman and Senior Independent Director, zum Ende dieses Kalenderjahres seinen Rücktritt von diesen Ämtern erklärt hat. Indes verbilligen sich British Land Company um 2,7 Prozent. Der zweitgrößte Real Estate Investment Trust (REIT) in Großbritannien musste im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang ausweisen, nachdem die Immobilienwerte mit einem geringeren Tempo gestiegen sind. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn belief sich demnach auf 840 Mio. Britische Pfund (GBP) bzw. 92,5 Pence pro Aktie, nach einem Gewinn von 1,14 Mrd. GBP im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 82 Pence pro Aktie ausgegangen. Der Net Asset Value stieg auf 567 Pence pro Aktie (Vorjahr: 504 Pence pro Aktie). Als bester Wert im FTSE 100 rücken ICAP um 1,3 Prozent vor, während am Ende John Wood Group um 5,2 Prozent nachgeben.
Im SMI notieren alle Werte in der Verlustzone. Am besten können sich dabei noch Synthes mit einem Abschlag von 0,3 Prozent halten. Deutlich schlechter läuft es für Zurich Financial. Der Titel verbilligt sich am Ende um 2,4 Prozent. Auch im CAC 40 herrscht einheitlich die Farbe rot vor, wobei sich hier Carrefour mit einem Verlust von 0,2 Prozent noch am besten behaupten können. Die rote Laterne wird indes von Alcatel-Lucent gehalten, die um 3,4 Prozent nach unten fällt.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.801,08 (-1,85 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.584,11 (-1,30 Prozent) EURONEXT 100: 701,84 (-1,55 Prozent) FTSE 100 (London): 5.850,12 (-1,65 Prozent) CAC40 (Paris): 3.917,36 (-1,84 Prozent) MIB (Mailand): 20.604,89 (-2,98 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.043,90 (-1,79 Prozent) SMI (Zürich): 6.442,95 (-1,34 Prozent) ATX (Wien): 2.696,71 (-2,57 Prozent) (23.05.2011/ac/n/m)