Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes zeigen sich im frühen Donnerstaghandel in schwächerer Verfassung. Nach den deutlichen Zugewinnen vom Vortag schnaufen die Anleger im Vorfeld von diversen am Nachmittag anstehenden US-Konjunkturdaten erstmal durch. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,77 Prozent auf 2.284,36 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,19 Prozent auf 2.233,96 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
Die französische Arbeitsmarktlage hat sich im zweiten Quartal 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee weiter verbessert. So verringerte sich die ILO-Arbeitslosenquote in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft (ohne Überseegebiete) auf 9,1 Prozent. Im ersten Quartal 2011 war noch eine Quote von 9,2 Prozent ausgewiesen worden. Die Zahl der Arbeitslosen lag bei 3,3 Millionen. Im CAC 40 stehen nach Zahlen heute insbesondere die Papiere von Pernod Ricard im Fokus. Der Likör- und Spirituosenhersteller konnte im abgelaufenen Fiskaljahr 2010/11 mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 7,64 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 7,08 Mrd. Euro, was einem Plus von 8 Prozent entspricht. Das organische Umsatzwachstum hatte bei 7 Prozent gelegen. Beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter verzeichnete man einen Anstieg auf 1,05 Mrd. Euro, nach 951 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter aus dem fortgeführten Geschäft wurde ein Anstieg auf 1,09 Mrd. Euro ausgewiesen, nach zuvor 1,00 Mrd. Euro. Konkrete Prognosen für das laufende Fiskaljahr will der Konzern bei der Vorlage der Umsatzzahlen für das erste Quartal am 20. Oktober abgeben. Der Titel verschlechtert sich um 2 Prozent. Bereits gestern verlautbarte zudem der Medienkonzern Lagardère (Lagardere SCA), dass man im ersten Halbjahr 2011 den Konzernumsatz ganz leicht um 0,2 Prozent auf 3,72 Mrd. Euro steigern konnte. Das EBIT aus dem wiederkehrenden Geschäft lag bei 160 Mio. Euro, nach 183 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2010. Der dem Konzern zurechenbare Nettogewinn wurde auf 28 Mio. Euro beziffert. Im Vorjahr hatte man hier noch 80 Mio. Euro erzielt. Die Aktie bricht im breiten Markt um 9,7 Prozent ein. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im CAC 40 momentan die Anteilsscheine von EDF mit einem Zugewinn von 1,6 Prozent wieder, während am Indexende Peugeot mit einem Abschlag von 3 Prozent hinterherfahren.
Im SMI notieren die Aktien von Swisscom und Transocean mit jeweils 0,3 Prozent im Plus. Alle anderen Titel weisen rote Vorzeichen aus. Am stärksten fallen die Verluste bei Adecco aus. Das Papier verbilligt sich um 3,7 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.284,36 (-0,77 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.233,96 (-0,19 Prozent) FTSE 100 (London): 5.376,06 (-0,34 Prozent) CAC40 (Paris): 3.233,96 (-0,70 Prozent) MIB (Mailand): 15.456,07 (-0,69 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.680,10 (-0,44 Prozent) SMI (Zürich): 5.490,54 (-0,69 Prozent) ATX (Wien): 2.259,91 (-0,89 Prozent) (01.09.2011/ac/n/m)