Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen notieren im frühen Dienstaghandel in der Verlustzone. Dabei drücken vor allem auch negative Konjunkturdaten aus Deutschland auf die Stimmung der Investoren. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 2,20 Prozent auf 2.273,34 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 1,64 Prozent auf 2.208,95 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
In Frankreich stehen EADS mit einem Verlust von 2,1 Prozent im Blick. Die australische Fluggesellschaft Qantas hat einen Großauftrag an den Flugzeugbauer Airbus vergeben. So wurde eine Absichtserklärung zum Kauf von mindestens 106 Maschinen vom Typ A320 mit der Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns unterzeichnet. Bei 78 der bestellten Maschinen handelt es sich um die neue treibstoffsparende Version A320neo. Im CAC 40 notieren alle Werte im negativen Terrain. Am besten können sich noch Alcatel-Lucent mit einem Abschlag von 0,2 Prozent behaupten, während die rote Laterne mit einem Wertverlust von 3,8 Prozent an die Publicis Groupe geht.
Transocean (Transocean) geben nach dem deutlichen Aufschlag von gestern heute um 1,3 Prozent nach, nachdem der Ölbohrkonzern bereits gestern die Übernahme der norwegischen Aker Drilling (Aker Drilling AS) angekündigt hatte. So bietet der Konzern 26,50 Norwegische Kronen (NOK) je Aktie von Aker Drilling. Damit wird der norwegische Spezialist für Tiefseebohrungen mit rund 7,93 Mrd. NOK bewertet, was rund 1,43 Mrd. US-Dollar entspricht. Aker Drilling ist eine mehrheitliche Tochter des norwegischen Mischkonzerns AKER (Aker a), der der Transaktion bereits zugestimmt hat. Auch im SMI notieren alle Titel einheitlich im Minus. Die Indexspitze wird dabei von Synthes mit einem Minus von 0,1 Prozent eingenommen. Wesentlich schlechter läuft es hingegen bei ABB. Der Anteilsschein büßt am Indexende derzeit 2,7 Prozent an Wert ein.
In Österreich befinden sich die Papiere von Intercell mit einem Zugewinn von 15,2 Prozent im Höhenrausch. Der Impfstoffhersteller konnte den Verlust im zweiten Quartal deutlich reduzieren. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 12,69 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 9,66 Mio. Euro. Der Periodenverlust konnte gleichzeitig deutlich auf 1,61 Mio. Euro reduziert werden, nach einem Minus von 8,35 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr verzeichnete man einen deutlichen Umsatzanstieg auf 18,38 Mio. Euro, nach zuvor 14,41 Mio. Euro. Der Periodenverlust im ersten Halbjahr verringerte sich auf 12,87 Mio. Euro, nach 23,05 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Wesentlichen Anteil an der starken Umsatzentwicklung hatte der starke Produktumsatz bei IXIARO/JESPECT. Zwei Jahre nach der Einführung des Impfstoffs gegen Japanische Enzephalitis konnte man hier im ersten Halbjahr bei den Verkaufszahlen ein Plus von 84,9 Prozent ausweisen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.273,34 (-2,20 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.208,95 (-1,64 Prozent) FTSE 100 (London): 5.272,90 (-1,45 Prozent) CAC40 (Paris): 3.164,99 (-2,29 Prozent) MIB (Mailand): 15.500,58 (-2,44 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.544,90 (-1,88 Prozent) SMI (Zürich): 5.265,34 (-1,12 Prozent) ATX (Wien): 2.221,65 (-0,53 Prozent) (16.08.2011/ac/n/m)