Paris (aktiencheck.de AG) - Nachdem es gestern vor allem wegen der Abstufung des Ausblicks für das US-Kreditrating durch die Ratingagentur S&P zu deutlichen Verlusten gekommen war, können sich die wichtigsten europäischen Börsen im frühen Dienstaghandel wieder etwas erholen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,16 Prozent auf 2.852,60 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt um 0,22 Prozent zu auf 2.567,84 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbessert sich um 0,54 Prozent auf 699,01 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Plus.
Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel veröffentlichte für März 2011 einen erneuten Rückgang bei den Auto-Neuzulassungen in der Europäischen Union (EU27). So verringerte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen binnen Jahresfrist um 5,0 Prozent auf 1.558.915 Einheiten. In den ersten drei Monaten 2011 fiel die Zahl um 2,3 Prozent auf 3.583.185 Einheiten.
In Großbritannien schalten die Papiere von Burberry Group den Vorwärtsgang ein. Der Luxusartikelhersteller konnte in der zweiten Jahreshälfte mit einem deutlichen Umsatzplus aufwarten und geht für das Fiskaljahr 2010/11 von einem Ergebnis am oberen Ende der Prognosen aus. Wie aus dem heute veröffentlichten Trading-Update des Konzerns hervorgeht, lag der konsolidierte Konzernumsatz im zweiten Halbjahr mit 860 Mio. Britische Pfund (GBP) um 30 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Aktie klettert als bester Wert im FTSE 100 um 7,6 Prozent nach oben. Ferner konnte der Einzelhandelskonzern Tesco seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr steigern. Dabei profitierte man von einem starken internationalen Wachstum. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 2,66 Mrd. Britische Pfund (GBP), nach 2,33 Mrd. GBP im Vorjahr. Der Umsatz (ohne Mehrwertsteuer) erhöhte sich um 7,1 Prozent auf 60,93 Mrd. GBP. Für das abgelaufene Geschäftsjahr (zum 26. Februar 2011) will der Konzern eine Dividende in Höhe von 14,46 Pence (Vorjahr: 13,05 Pence) pro Aktie ausschütten. Der Anteilsschein verbilligt sich um 1 Prozent. Auf dem letzten Platz geben Royal Bank of Scotland um 1,1 Prozent nach.
In der Schweiz stehen heute unter anderem die Aktien von Novartis im Blick. Der Pharmakonzern konnte im ersten Quartal 2011 nicht an das Vorjahresergebnis anschließen. Zwar wuchs der Nettoumsatz um 16 Prozent (+14 Prozent kWk) auf 14,03 Mrd. US-Dollar, das operative Ergebnis ging aber um 3 Prozent (0 Prozent kWk) zurück auf 3,41 Mrd. US-Dollar zurück. Der Reingewinn sank um 4 Prozent (-1 Prozent kWk) auf 2,82 Mrd. US-Dollar. Novartis bekräftigte derweil die Erwartungen für das Gesamtjahr und rechnet auf Konzernebene mit einem Nettoumsatzwachstum etwa um den zweistelligen Bereich und einer Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen. Der Titel gewinnt 2,8 Prozent an Wert. Auf Platz eins legen Richemont um 3,2 Prozent zu, während die rote Laterne von der Schweizerischen Rückversicherung mit einem Verlust von 3,9 Prozent gehalten wird.
Eine ganze Reihe von Zahlenausweisen gab es heute aus Schweden. Der Mobiltelefonhersteller Sony Ericsson Mobile Communications AB, ein Joint Venture des Telekommunikationsausrüsters Ericsson (Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B)) und der japanischen Sony , hat im ersten Quartal einen deutlich geringeren Gewinn erwirtschaftet. Dabei haben Beeinträchtigungen der Lieferkette das jüngste Ergebnis belastet. Zudem hatte das Vorjahresergebnis noch von einem Steuervorteil profitiert. So belief sich der Nettogewinn auf 11 Mio. Euro, gegenüber einem Gewinn von 21 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz reduzierte sich um 19 Prozent auf 1,15 Mrd. Euro. Die Aktie von Ericsson legt um 0,5 Prozent zu. Gleichzeitig musste auch die Telefongesellschaft TeliaSonera (TeliaSonera AB) im ersten Quartal angesichts eines härteren Wettbewerbs in den skandinavischen Märkten einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erwartungen wurden verfehlt. Zudem wurde der Umsatzausblick für das Gesamtjahr gesenkt. Der Nettogewinn belief sich auf 4,65 Mrd. Schwedische Kronen (SEK), nach 4,72 Mrd. SEK im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 5,6 Prozent auf 24,73 Mrd. SEK ab. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 4,81 Mrd. SEK und Erlösen von 25,4 Mrd. SEK ausgegangen. Der Anteilsschein fällt um 1,5 Prozent. Indes steigerte der Maschinenbaukonzern SKF (SKF AB (A, Fria)) im ersten Quartal den Umsatz auf 16,70 Mrd. SEK, nach 14,45 Mrd. SEK im Vorjahr. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 1,62 Mrd. SEK ausgewiesen, nach 1,07 Mrd. SEK im Vorjahrszeitraum. Das Papier verbessert sich um 5,6 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.852,60 (+0,16 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.567,84 (+0,22 Prozent) EURONEXT 100: 699,01 (+0,54 Prozent) FTSE 100 (London): 5.898,80 (+0,49 Prozent) CAC40 (Paris): 3.897,99 (+0,43 Prozent) MIB (Mailand): 21.209,76 (+0,12 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.334,90 (-0,10 Prozent) SMI (Zürich): 6.288,62 (+0,70 Prozent) ATX (Wien): 2.786,28 (+0,10 Prozent) (19.04.2011/ac/n/m)