Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte notieren im frühen Donnerstaghandel im negativen Terrain. Die Anleger zeigen sich im Vorfeld des am Wochenende stattfindenden EU-Gipfeltreffens zunehmend nervös. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 1,21 Prozent auf 2.301,82 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,87 Prozent auf 2.239,89 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
Pernod Ricard (Pernod Ricard) rücken um 0,1 Prozent vor. Der Likör- und Spirituosenhersteller konnte im ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres mit einem Umsatzanstieg aufwarten. So lag der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum mit knapp 1,99 Mrd. Euro um 6 Prozent über dem Vorjahreswert. Das organische Umsatzwachstum lag bei 11 Prozent. Besonders deutliche Zuwächse hatte der Konzern in Asien zu verzeichnen, wo man ein organisches Umsatzplus von 16 Prozent erzielen konnte. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern beim Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft ein organisches Plus von knapp 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert an. Remy Cointreau hat unterdessen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 einen deutlichen Umsatzanstieg ausgewiesen. So lag der Umsatz in den sechs Monaten zum 30. September 2011 mit 474,9 Mio. Euro um 10,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Das organische Umsatzwachstum betrug 18,1 Prozent. Für den Rest des Jahres wurde keine konkrete Prognose gegeben. Der Konzern gab sich jedoch zuversichtlich, sein Ergebnis verbessern zu können. Die Aktie des Spirituosenherstellers verbessert sich um 0,1 Prozent.
Der Handelsbilanzüberschuss der Schweiz hat sich im Neunmonatszeitrum 2011 erhöht. Dies gab die Eidgenössische Zollverwaltung heute bekannt. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 16,66 Mrd. Schweizer Franken (CHF) und fiel damit größer aus wie im Vormonat mit 14,53 Mrd. CHF. Das Niveau des Vorjahresmonats wurde damit um 14,7 Prozent übertroffen. Hierbei kletterten die Exporte nominal um 2,4 Prozent auf 147,05 Mrd. CHF (real: +10,7 Prozent). Die Importe wuchsen binnen Jahresfrist nominal um 1,0 Prozent auf 130,39 Mrd. CHF (real: +3,2 Prozent). Nestlé konnte ihren Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 steigern, wobei in allen Regionen ein starkes Wachstum erzielt wurde. So erreichte der Umsatz 60,9 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Hierbei belief sich das organische Wachstum auf 7,3 Prozent, das ein internes Realwachstum von 4,1 Prozent und Preissteigrungen von 3,2 Prozent beinhaltet. Wechselkurseffekte wirkten sich mit -15,1 Prozent auf den Gruppenumsatz aus, wobei Abspaltungen einen Einfluss von -5,7 Prozent hatten. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern damit, die langfristige Bandbreite von 5 bis 6 Prozent beim organischen Wachstum leicht übertreffen zu können. Das Papier gibt um 0,9 Prozent nach. Für eine Enttäuschung sorgte indes Actelion . So musste der Konzern in den ersten neun Monaten angesichts des starken Schweizer Frankens einen Verlust hinnehmen. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum mit 1,37 Mrd. Schweizer Franken (CHF) um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Um Wechselkurseffekte bereinigt wurde allerdings ein Umatzplus von 7 Prozent ausgewiesen. Der Hauptumsatzträger Tracleer erwirtschaftete in den ersten neun Monaten einen Umsatz von knapp 1,15 Mrd. CHF, nach knapp 1,24 Mrd. CHF im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wies der Pharma- und Biotechnologiekonzern einen Nettoverlust von 180,7 Mio. CHF aus, nachdem man im Vorjahreszeitraum noch einen Nettogewinn von 359,5 Mio. CHF ausgewiesen hatte. Dabei sind im Berichtszeitraum mehrere Einmaleffekte enthalten, wie etwa die Amortisation des Diskonts einer Wandelanleihe in Höhe von 14,5 Mio. CHF sowie sonstiger Finanzaufwand von 29,2 Mio. CHF. Die Aktie bricht als schwächster Wert im SMI um 14,1 Prozent ein. Vorne rücken Roche um 1 Prozent vor.
Der Telekommunikationsausrüster Ericsson (Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B)) konnte im dritten Quartal bei Umsatz und Gewinn die Analystenerwartungen übertreffen. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 3,82 Mrd. Schwedische Kronen (SEK), gegenüber 3,68 Mrd. SEK im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 17 Prozent auf 55,52 Mrd. SEK. Analysten waren im Vorfeld von einem Nettogewinn von 3,66 Mrd. SEK und Erlösen von 52,6 Mrd. SEK ausgegangen. Der operative Gewinn (ohne Joint Ventures) lag im Berichtszeitraum bei 6,3 Mrd. SEK, nach 6,2 Mrd. SEK (vor Restrukturierungsbelastungen) im Vorjahr. Die entsprechende operative Marge erreichte damit 11,3 Prozent (Vorjahr: 13,0 Prozent). Der Titel gewinnt 4,8 Prozent an Wert.
Die Aktien des Chemiekonzern Akzo Nobel verbessern sich um 2,4 Prozent. Das Unternehmen hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang erwirtschaftet, was mit steigenden Rohstoffkosten und einer schwachen Wirtschaftsentwicklung zusammenhängt. Dabei wurde vor allem in Nordamerika eine schwächere Nachfrage verzeichnet. Zudem wurde der Ausblick kassiert. Indes wurde ein Kostensenkungsprogramm angekündigt. Der Nettogewinn belief sich auf 149 Mio. Euro, gegenüber einem Gewinn von 238 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 5 Prozent auf 4,05 Mrd. Euro zu. Für das laufende Geschäftsjahr hatte der Konzern zuletzt noch ein EBITDA mindestens in Höhe des Vorjahres in Aussicht gestellt. Nun wurde diese Prognose wieder zurückgenommen. Schließlich hat Akzo Nobel ein Programm zur Verbesserung der Performance gestartet, in dessen Rahmen im Jahr 2014 ein EBITDA in Höhe von 500 Mio. Euro erreicht werden soll.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.301,82 (-1,21 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.239,89 (-0,87 Prozent) FTSE 100 (London): 5.399,28 (-0,94 Prozent) CAC40 (Paris): 3.119,53 (-1,20 Prozent) MIB (Mailand): 16.113,81 (-1,10 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.737,70 (-1,26 Prozent) SMI (Zürich): 5.672,70 (-0,48 Prozent) ATX (Wien): 1.928,25 (-1,24 Prozent) (20.10.2011/ac/n/m)