Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen notieren am Mittwoch im bisherigen Handelsverlauf in der Verlustzone. Belastend wirkt dabei die Ankündigung der Ratingagentur Moody´s, die Bonität Spaniens möglicherweise weiter abzustufen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,90 Prozent auf 2.835,90 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 fällt um 0,30 Prozent auf 2.618,67 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt indes um 0,64 Prozent nach auf 699,42 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Minus.
Die Ratingagentur Moody´s prüft eine weitere Herabstufung der Bonität Spaniens. Zur Begründung hat Moody´s auf den hohen Finanzierungsbedarf des Landes im kommenden Jahr verwiesen. Auch könnte die Sanierung des Bankensektors erheblich teurer werden, als zunächst gedacht und damit den Staatshaushalt und die Verschuldungsquote zusätzlich belasten. Auch bestehen von Seiten der Ratingagentur erhebliche Zweifel, dass Spanien die erforderlichen strukturellen Veränderungen der Staatsfinanzen umsetzen kann.
Aus den USA wurden am Dienstag nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank Gewinne vermeldet. Der Dow Jones legte 0,42 Prozent zu auf 11.476,54 Punkte, während sich der NASDAQ Composite um 0,11 Prozent auf 2.627,72 Punkte verbesserte. Für den S&P 500 ging es indes um 0,09 Prozent nach oben auf 1.241,59 Zähler. Der Offenmarktausschuss FOMC der US-Notenbank hat über die Leitzinsen und die weitere Geldpolitik im Dollar-Raum beraten. Dabei haben die Notenbanker die Leitzinsen erwartungsgemäß bei 0,0 bis 0,25 Prozent belassen. Der Offenmarktausschuss bekräftigte daneben den Plan, langlaufende Staatsanleihen im Volumen von 600 Mrd. Dollar aufzukaufen. Die größten Börsen in Asien entwickeln sich trotz der guten Vorgaben der US-Börsen schwächer. Nach der positiven Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 0,07 Prozent bei 10.309,78 Punkten.
Nachrichten gab es am Morgen aus der Schweiz. Der Versicherungskonzern Bâloise Holding (Bâloise-Holding) gab bekannt, dass er die marktorientierte Steuerung des Lebengeschäfts verbessern will. Den Angaben zufolge stellt Bâloise darum die Embedded Value Berechnungsmethode auf den Market Consistent Embedded Value (MCEV) um. Aufgrund des anhaltend tiefen Zinsniveaus passt die Basler Leben AG ab April 2011 zudem die Überschüsse auf laufenden Leibrenten an. Die betroffenen Kunden erhalten ab Mitte Januar 2011 die Details der Anpassung. Das Papier legt im breiten Markt um 0,8 Prozent zu. Im SMI legen Novartis als stärkster Wert um 4,6 Prozent zu. Der Pharmakonzern gab bekannt, dass er eine endgültige Vereinbarung zur Fusion mit dem schweizerischen Augenheilkunde-Spezialisten Alcon für Novartis-Aktien und einen von zukünftigen Ereignissen abhängigen Geldbetrag (Contingent Value Amount, CVA) geschlossen hat. Am Indexende geben Julius Baer um 2,2 Prozent nach.
In Großbritannien verbessern sich an der Spitze des FTSE 100 Capital Shopping um 2,8 Prozent. Indes verlieren Barclays am Ende 3,1 Prozent. In Frankreich können Vivendi als bester Wert um 1,3 Prozent vorrücken, während am Ende Peugeot um 2,4 Prozent nachgeben.
Ericsson (Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B)) verlieren derzeit 0,4 Prozent an Wert. Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen hat vom Betreiber 3 Italia einen Auftrag erhalten, der die Modernisierung von dessen IT-Infrastruktur und -Systemen vorsieht, darunter Hardware und Software, IP-Konnektivität, Betriebssysteme und Speicher. Hennes & Mauritz (HennesMauritz AB (HM, H&M)) konnte indes im November mit einem Umsatzplus aufwarten. So verbesserte sich der Umsatz auf Konzernebene im Berichtsmonat um 17 Prozent. Bei den vergleichbaren Filialumsätzen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, wurde ein Anstieg um 8 Prozent verzeichnet. Die Aktie verschlechtert sich um 1,6 Prozent. Volvo (Volvo AB (B)) konnte im November mit einem Absatzanstieg aufwarten. So wurden im Berichtsmonat insgesamt 18.454 Nutzfahrzeuge abgesetzt, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Plus von 52 Prozent entspricht. Der Titel gibt um 0,4 Prozent nach. Schließlich konnte die spanische Inditex ihren Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 42 Prozent steigern. Der größte Bekleidungshändler in Europa profitierte dabei vor allem von starken Umsätzen in Asien und der Einführung von Online-Shoppings. Der Anteilsschein verliert 3 Prozent an Wert.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.835,90 (-0,90 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.618,67 (-0,30 Prozent) EURONEXT 100: 699,42 (-0,64 Prozent) FTSE 100 (London): 5.866,27 (-0,42 Prozent) CAC40 (Paris): 3.878,00 (-0,64 Prozent) MIB (Mailand): 20.452,98 (-1,23 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.990,90 (-1,69 Prozent) SMI (Zürich): 6.558,79 (+0,20 Prozent) ATX (Wien): 2.805,08 (-0,64 Prozent) (15.12.2010/ac/n/m)