Paris (aktiencheck.de AG) - An den wichtigsten europäischen Börsen ist auch am Freitag keine Erholung in Sicht. Für negative Stimmung sorgen im frühen Freitaghandel die wieder gestiegenen Renditen für zehnjährige italienische Staatsanleihen. Damit rückt auch die europäische Schuldenkrise wieder stärker in das Blickfeld der Investoren. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,69 Prozent auf 2.075,80 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,66 Prozent auf 2.100,70 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
Die Verbraucherstimmung in Frankreich hat sich im November 2011 nach Angaben der französischen Statistikbehörde Insee verschlechtert. So verringerte sich der saisonbereinigte Index des Verbrauchervertrauens in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft auf 79 Zähler. Für Oktober war ein Indexwert von 82 Punkten verbucht worden. AXA setzen sich mit einem Zugewinn von 2 Prozent an die Spitze im französischen Leitindex CAC 40. Unterdessen finden sich Vallourec mit einem Wertverlust von 2,7 Prozent am Indexende wieder. Unter Druck stehen heute ferner auch Automobilwerte. So fahren Renault mit einem Abschlag von 1,6 Prozent hinterher, während sich gleichzeitig Peugeot um 1 Prozent verschlechtern. Carrefour hat Gerüchte über einen möglicherweise bevorstehenden Wechsel an der Konzernspitze dementiert. In einer offiziellen Pressemitteilung des Board of Directors wurden alle Spekulationen über eine möglicherweise bevorstehende Ablösung des CEO Lars Olofsson formal als falsch zurückgewiesen. Zuletzt hatten französische Medien wiederholt berichtet, dass Olofsson auf Druck der Großaktionäre von Carrefour voraussichtlich seinen Hut nehmen müsse. Die Aktie des Handelskonzerns verbessert sich um 0,1 Prozent.
In Italien geht es für Intesa Sanpaolo um 1,7 Prozent nach unten. Die Bankgesellschaft hat bereits gestern einen neuen Vorstandschef präsentiert. So wird Enrico Cucchiani ab dem 22. Dezember 2011 in das Management Board berufen und dort als CEO und Managing Director tätig sein. Cucchiani ist bislang beim deutschen Versicherungskonzern Allianz u.a. für das Italiengeschäft zuständig. Die Vorstandsneubesetzung bei Intesa Sanpaolo war notwendig geworden, weil der bisherige Konzernchef Corrado Passera unter dem neuen italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti zum Minister für Wirtschaftsentwicklung und Infrastruktur berufen wurde.
Andritz (Andritz) geben um 1,8 Prozent nach, nachdem der Konzern einen weiteren Großauftrag an Land ziehen konnte. So hat die portugiesische EDP - Gestão da Produção de Energia, S.A., dem Konsortium ANDRITZ HYDRO (Konsortialführer), EFACEC Engenharia und SMM-Sociedade de Montagens Metalomecânicas einen Auftrag für die Lieferung und Montage der gesamten elektromechanischen Ausrüstung für das Pumpspeicherwerk Foz Tua erteilt. Wie es weiter heißt, umfasst der Auftrag zwei reversible Pumpturbinen mit je 120 MW, Zylinderschieber, Motorgeneratoren, Regler und Leittechnik, die Stahlwasserbauausrüstung sowie ein umfangreiches Paket an Hilfsausrüstung. Mit diesem neuen Auftrag festigt ANDRITZ HYDRO seine führende Rolle in Portugal, einem der aktivsten Märkte für Pumpspeicher-Neuanlagen in Europa. Dabei handelt es sich bereits um den vierte Großauftrag innerhalb von vier Jahren, den EDP an Konsortien unter der Führung von ANDRITZ HYDRO erteilte. Finanzielle Einzelheiten des Auftrags wurden nicht bekannt gegeben.
Die spanischen Erzeugerpreise haben sich im Oktober 2011 mit vermindertem Tempo erhöht, teilte die nationale Statistikbehörde INE heute in Madrid mit. Im Vorjahresvergleich verringerte sich die Teuerungsrate auf 6,5 Prozent, nachdem sie im September noch bei 7,1 Prozent gestanden hatte. Auf Monatssicht blieben die Preise auf Produzentenebene unverändert, gegenüber einer Preissteigerung um 0,2 Prozent im September.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.075,80 (-0,69 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.100,70 (-0,66 Prozent) FTSE 100 (London): 5.092,72 (-0,68 Prozent) CAC40 (Paris): 2.803,26 (-0,67 Prozent) MIB (Mailand): 13.782,47 (-0,99 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 7.674,70 (-0,61 Prozent) SMI (Zürich): 5.337,69 (-0,36 Prozent) ATX (Wien): 1.655,37 (-1,18 Prozent) (25.11.2011/ac/n/m)