Paris (aktiencheck.de AG) - Nach den ganz schwachen Vorgaben von der Wall Street und vor dem Hintergrund anhaltender Rezessionsängste notieren die wichtigsten europäischen Aktienindizes auch am letzten Handelstag der Woche kurz nach Börsenstart im Minus. Zudem haben sich auch die Sorgen um das europäische Bankensystem wieder verstärkt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 2,48 Prozent auf 2.151,94 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 1,92 Prozent auf 2.120,13 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren klar im Minus.
In Großbritannien rauschen die Aktien des Software-Konzerns Autonomy um 75 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat der Übernahmeofferte des US-Technologiekonzerns Hewlett-Packard (Hewlett-Packard (HP)) zugestimmt. In einer heute veröffentlichten Stellungnahme des Board of Directors wurde das von Hewlett-Packard unterbreitete Übernahmeangebot in Höhe von 25,50 Britische Pfund (GBP) je Aktie in bar einstimmig gebilligt und den Aktionären zur Annahme empfohlen. Das Übernahmeangebot entspricht einem Aufschlag von rund 64 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie vor Bekanntwerden der Übernahmeofferte.
Im SMI notieren alle 20 Titel im negativen Bereich. Am besten können sich dabei noch Synthes mit einem Verlust von 0,7 Prozent behaupten, während am Ende Swatch Group um 4,1 Prozent nachgeben.
In Österreich stehen die Titel der Österreichischen Post (Oesterreichische Post) mit einem Abschlag von 2 Prozent im Blick. Der Konzern konnte im ersten Halbjahr mit einem Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,14 Mrd. Euro um 2,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Der größte Anstieg erfolgte in der Division Paket & Logistik mit 6,2 Prozent, gefolgt von der Division Brief mit 2,1 Prozent, während im Filialnetz ein Rückgang von 6,2 Prozent zu verzeichnen war. Das EBIT verbesserte sich auf 81,3 Mio. Euro, nach 74,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich konnte das EBIT der Division Paket & Logistik zulegen, das um 69,3 Prozent verbessert werden konnte. Aber auch die größte Division Brief verzeichnete ein EBIT-Plus von 10,2 Prozent. Angesichts der konsequenten Restrukturierungen lag das EBIT der Division Filialnetz um 33,7 Prozent über Vorjahresniveau. Von den nunmehr 1.876 Geschäftsstellen werden bereits 1.212 von Post Partnern geführt, um 456 mehr als vor einem Jahr. Beim Periodenergebnis wurde ein Anstieg auf 62,0 Mio. Euro verzeichnet, nach zuvor 54,1 Mio. Euro. Auch für das laufende Fiskaljahr geht der Konzern von einer Fortsetzung der positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus: So wurde die Zielbandbreite einer nachhaltigen EBITDA-Marge von 10-12 Prozent aufrecht erhalten, wobei man hier ein Ergebnis am oberen Ende dieser Bandbreite erwartet. Auch bei der Umsatzentwicklung wird eine Fortsetzung der positiven Entwicklung aus dem ersten Halbjahr erwartet.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.151,94 (-2,48 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.120,13 (-1,92 Prozent) FTSE 100 (London): 5.004,09 (-1,73 Prozent) CAC40 (Paris): 3.003,64 (-2,35 Prozent) MIB (Mailand): 14.693,88 (-1,85 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.129,60 (-2,26 Prozent) SMI (Zürich): 5.100,91 (-1,83 Prozent) ATX (Wien): 2.075,91 (-2,28 Prozent) (19.08.2011/ac/n/m)