Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten Europäischen Börsen zeigen sich im frühen Donnerstaghandel moderat schwächer. Dabei belastet die Rückstufung der Kreditwürdigkeit Japans. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,25 Prozent auf 2.960,42 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt indes um 0,22 Prozent nach auf 2.673,21 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verschlechtert sich um 0,13 Prozent auf 721,51 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Minus.
Der Immobilienmarkt in Großbritannien hat sich im Januar 2011 stärker abgekühlt als noch im Vormonat. Wie heute bekannt gegeben wurde, verringerte sich der britische Hometrack-Immobilienpreisindex um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau. Im Dezember war ein Minus von 0,4 Prozent verzeichnet worden. Im Vorjahresvergleich reduzierten sich die Immobilienpreise um 2,2 Prozent, nach einem Minus von 1,6 Prozent Dezember. AstraZeneca gab heute die Geschäftszahlen für das vierte Quartal bekannt. Dabei lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 8,62 Mrd. Dollar unter dem Vorjahreswert von 8,95 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter lag im Berichtszeitraum bei 1,62 Mrd. Dollar bzw. 1,15 Dollar je Aktie, nach 1,55 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt verringerte sich der Gewinn je Aktie im Berichtszeitraum auf 1,39 Dollar (Vorjahreswert: 1,42 Dollar). Die Aktie verteuert sich um 2 Prozent. British Sky Broadcasting (BSkyB) (British Sky Broadcasting Group) legen indes um 1,4 Prozent zu. Der Satellitenfernsehanbieter konnte sein Ergebnis in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010/2011 deutlich steigern, was mit einem starken Kundenzuwachs zusammenhängt. So wuchsen die Umsatzerlöse um 15 Prozent auf 3,19 Mrd. Britische Pfund (GBP). Der Nettogewinn stieg um 59 Prozent auf 407 Mio. GBP. Bester Wert im FTSE 100 ist derzeit die Aktie von Randgold mit einem Zugewinn von 5,4 Prozent, während am Ende Next um 2,4 Prozent nachgeben.
Die Verbraucherstimmung in Frankreich hat sich im Januar 2011 nach Angaben der Statistikbehörde Insee leicht verschlechtert. So verringerte sich der saisonbereinigte Index des Verbrauchervertrauens in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft auf 85 Zähler. Für Dezember war ein Indexwert von 86 Punkten ausgewiesen worden. Im CAC 40 rücken an der Indexspitze STMicroelectronics um 4,3 Prozent vor, während am Ende Lafarge 2,4 Prozent verlieren.
In der Schweiz steht heute der Quartalsausweis von Novartis im Blick. Der Pharmakonzern meldete am Donnerstag, dass er Umsatz und Ergebnis im Jahr 2010 zweistellig steigern konnte. Den Angaben zufolge wuchs der Nettoumsatz des Konzerns um 14 Prozent auf 50,62 Mrd. Dollar, wobei auf Basis konstanter Wechselkurse ebenfalls ein Plus von 14 Prozent ausgewiesen wurde. Das operative Ergebnis nahm um 15 Prozent auf 11,53 Mrd. Dollar zu. Der Reingewinn belief sich auf 9,97 Mrd. Dollar, gegenüber 8,45 Mrd. Dollar im Geschäftsjahr 2009. Der Verwaltungsrat schlägt für 2010 eine Dividende von 2,20 Schweizer Franken (CHF) pro Aktie vor, was einer Erhöhung um 5 Prozent gegenüber der Vorjahresdividende von 2,10 CHF pro Aktie entsprechen würde. Auf Konzernebene wird für 2011 bei konstanten Wechselkursen ein Umsatzwachstum etwa um den zweistelligen Bereich erwartet. Die Aktie verbilligt sich als schwächster Wert im SMI um 1,6 Prozent. An der Indexspitze legen Transocean um 1,5 Prozent zu. Wie ferner bereits gestern Abend bekannt wurde, konnte der Hardware-Hersteller Logitech (Logitech International) im dritten Quartal den Umsatz und den Gewinn steigern und hob im Anschluss die Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Logitech jetzt einen Umsatz von 2,40 bis 2,42 Mrd. Dollar, nachdem man zuvor Umsatzerlöse von 2,35 bis 2,40 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt hatte. Das Papier legt im breiten Markt um 0,9 Prozent zu.
Der Umsatz des spanischen Einzelhandels hat sich im Dezember 2010 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE weiter reduziert. Demnach schrumpften die Umsatzerlöse der Einzelhändler im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,4 Prozent. Im November war lediglich ein Umsatzrückgang um 1,1 Prozent ausgewiesen worden.
Zahlen gab es heute auch aus Schweden. Die Bekleidungskette Hennes & Mauritz (H&M) (HennesMauritz AB (HM, H&M)) verlautbarte, dass ihr Gewinn im vierten Quartal um rund 11 Prozent gesunken ist. Zurückzuführen war dies auf höhere Rohstoffkosten. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 5,49 Mrd. Schwedische Kronen (SEK), gegenüber 6,15 Mrd. SEK im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 5,98 Mrd. SEK ausgegangen. Der Umsatz erhöhte sich von 28,01 Mrd. SEK auf 29,71 Mrd. SEK. Der Anteilsschein bricht um 6,1 Prozent ein.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.960,42 (-0,25 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.673,21 (-0,22 Prozent) EURONEXT 100: 721,51 (-0,13 Prozent) FTSE 100 (London): 5.963,75 (-0,09 Prozent) CAC40 (Paris): 4.040,56 (-0,21 Prozent) MIB (Mailand): 21.980,31 (-0,12 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.670,70 SMI (Zürich): 6.567,02 (-0,39 Prozent) ATX (Wien): 2.871,08 (+0,43 Prozent) (27.01.2011/ac/n/m)