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20.12.2011 10:49

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Börsen in Europa am Morgen: Moderat im Plus, AstraZeneca unter Druck

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen tendieren im frühen Dienstaghandel moderat im grünen Bereich. Allerdings bleibt die europäische Schuldenkrise weiterhin als Belastungsfaktor im Markt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,53 Prozent auf 2.214,67 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,04 Prozent auf 2.273,34 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigen keine einheitliche Tendenz.

Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel ermittelte für November 2011 eine Zunahme bei den Nutzfahrzeug-Neuzulassungen. So lagen die Neuzulassungen in der EU mit 171.670 Einheiten um 8,4 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. Im Einzelnen kletterte die Zahl bei schweren Lastwagen über 16 Tonnen um 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 20.673 Einheiten. Zudem wuchs die Zahl der Neuzulassungen bei mittelschweren Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen um 10,2 Prozent auf 27.243 Einheiten, während bei leichten Nutzfahrzeugen (Nfz) bis 3,5 Tonnen ein Anstieg von 8,5 Prozent auf 141.800 Einheiten verzeichnet wurde. In den ersten elf Monaten 2011 zogen die Nfz-Neuzulassungen in der EU um insgesamt 10,5 Prozent auf 1.769.994 Einheiten an.

Mit einer schlechten Nachricht wartete heute in Großbritannien AstraZeneca auf. Der Pharmakonzern wird im vierten Quartal hohe Einmalbelastungen in Zusammenhang mit zwei klinischen Studien ausweisen. So wird man die Entwicklung des Medikament Olaparib zur dauerhaften Behandlung von Eierstockkrebs nicht weiter fortsetzen. Da die Suche nach einer Anpassung der Medikamentendosis für eine erfolgreiche Behandlung der Patienten im Rahmen einer klinischen Phase-III-Studie mit dem Medikament erfolglos blieb, habe man sich dazu entschlossen, keine klinische Phase-III-Studie durchzuführen. Zudem ist auch eine klinische Phase-III-Studie zu dem in der Erprobungsphase befindlichen Medikament TC-5214 zur Behandlung von Patienten, die an Depressionen leiden, erfolglos geblieben. Hier hat der Konzern nach eigenen Angaben den klinischen Endpunkt der Studie verfehlt. Insgesamt wird man daher im laufenden Fiskaljahr einen negativen Einmaleffekt in Höhe von 381,5 Mio. US-Dollar ausweisen. Die Ergebnisprognose in Höhe von 7,20 bis 7,40 US-Dollar je Aktie wurde vom Konzern bestätigt, wobei das Ergebnis nach Aussage von AstraZeneca angesichts der negativen Einmaleffekte voraussichtlich in der unteren Hälfte der Prognosespanne liegen werde. Die Aktie gibt um 2,6 Prozent nach.

Der Handelsbilanzüberschuss der Schweiz hat sich im November 2011 nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung erhöht. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 3,00 Mrd. Schweizer Franken (CHF) und fiel damit größer aus als im Vormonat mit 2,16 Mrd. CHF. Das Niveau des Vorjahresmonats wurde damit um 69,6 Prozent übertroffen. Hierbei kletterten die Exporte nominal um 0,9 Prozent auf 17,76 Mrd. CHF (real: +3,8 Prozent). Die Importe fielen binnen Jahresfrist nominal um 6,7 Prozent auf 14,76 Mrd. CHF (real: -3,4 Prozent). Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im Schweizer Leitindex SMI die Anteilsscheine der Swatch Group mit einem Zugewinn von 1,6 Prozent wieder, während sich die Anleger gleichzeitig vornehmlich von den Papieren der UBS trennen, die am Indexende 1,1 Prozent an Wert verlieren. Novartis verschlechtern sich um 0,8 Prozent. Das Unternehmen hat eine klinische Studie zu einer Kombinationstherapie mit den beiden Medikamenten Rasilez und Tekturna beendet. Bei dieser Entscheidung ist man einer Empfehlung des Independent Data Monitoring Committee (DMC) gefolgt. Nach Einschätzung des Komitees sei es unwahrscheinlich, dass die Patienten, die an Diabetes Typ-II und einer Nierenfunktionsstörung leiden und gleichzeitig einem erhöhten Nieren- oder Herzerkrankungsrisiko ausgesetzt sind, einen zusätzlichen Nutzen aus der Kombinationstherapie mit den beiden Medikamenten ziehen. Außerdem seien im Rahmen der Studie zusätzliche Risiken bei der Anwendung der Kombinationstherapie in Verbindung mit der Standardbehandlung aufgetreten. Unter anderem habe sich hier im Zeitraum von 18 bis 24 Monaten ein höheres Risiko ergeben, dass es bei den behandelten Patienten zu Schlaganfällen oder Nierenkomplikationen gekommen sei. Daher habe man sich dazu entschlossen, die klinische Phase-III-Studie mit der Bezeichnung ALTITUDE einzustellen, erklärte Novartis weiter.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.214,67 (+0,53 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.273,34 (+0,04 Prozent) FTSE 100 (London): 5.353,14 (-0,22 Prozent) CAC40 (Paris): 2.988,74 (+0,49 Prozent) MIB (Mailand): 14.640,92 (+0,64 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.307,50 (+0,66 Prozent) SMI (Zürich): 5.765,13 (-0,05 Prozent) ATX (Wien): 1.806,26 (+0,96 Prozent) (20.12.2011/ac/n/m)

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