Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben nach der starken Vortagesentwicklung mit Gewinnmitnahmen zu kämpfen. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 verliert aktuell 1,00 Prozent auf 2.552,98 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 0,93 Prozent ein auf 2.326,18 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 kommt um 0,95 Prozent nach unten auf 615,40 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Abschläge.
Die Wall Street hat am Vorabend leichte bis mäßige Gewinne einfahren können. Die Tageshöchststände hatten dabei allerdings keinen Bestand. Der Nikkei-Index verlor heute in Tokio 0,6 Prozent. Rote Vorzeichen wurden aber auch aus Hongkong gemeldet.
Der britische Ölkonzern BP , der angesichts der verheerenden Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zunehmend unter Druck gerät, hat Presseangaben zufolge offenbar das Interesse von saudischen Investoren geweckt. Demnach seien nicht genannte saudische Investoren bereit, einen Anteil von 10 bis 15 Prozent an dem Konzern zu übernehmen. Eine entsprechende Delegation werde daher nach London reisen, um direkte Gespräche mit BP zu führen, hieß es. Die im FTSE 100 gelistete Aktie kann an die Gewinne der vergangenen Tage anknüpfen und legt aktuell 2,4 Prozent zu. Marks & Spencer (MarksSpencer) geben dagegen 2,3 Prozent ab. Wie der größte Bekleidungshändler in Großbritannien erklärte, hat sich sein Umsatzwachstum im ersten Quartal verlangsamt. Die Erwartungen wurden jedoch übertroffen, was vor allem mit einer starken Nachfrage nach Sommerbekleidung zusammenhängt. Demnach wuchsen die vergleichbaren UK-Umsätze um 3,6 Prozent. Analysten waren hier zuvor von einem Anstieg um 2,3 Prozent ausgegangen. Die gesamten Konzernumsätze erhöhten sich im Berichtszeitraum um 4,4 Prozent.
Die französische Fluggesellschaft Air France-KLM verzeichnete im Juni einen leichten Passagieranstieg. So wurden im Berichtsmonat insgesamt 6,454 Millionen Fluggäste befördert, was einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Der Sitzladefaktor verbesserte sich auf 83,8 Prozent, nach 80,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Air France-KLM geben in Paris ein halbes Prozent ab. Im Leitindex CAC40 stechen ArcelorMittal und Lafarge mit Abschlägen von jeweils 2,6 Prozent ins Auge. EADS (European Aeronautic Defence and Space) geben leicht ab. Dem Luft- und Raumfahrtkonzern European droht einem Medienbericht zufolge der Verlust wichtiger Großaufträge. Demnach plane der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg drastische Einsparungen in seinem Ressort. Mit betroffen seien dabei auch zahlreiche EADS-Projekte. Peugeot gewinnen 1 Prozent. Der Automobilkonzern konnte im ersten Halbjahr mit einem Rekordergebnis beim weltweiten Fahrzeugabsatz aufwarten. Demnach wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres insgesamt 1.856.000 Fahrzeuge und Bausätze abgesetzt, was einem Plus von 16,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht.
Im Schweizer SMI verlieren unter anderem Transocean 2,9 Prozent, Holcim 2,8 Prozent, Richemont 2,3 Prozent und Syngenta 2,2 Prozent. Synthes gewinnen auf der Gegenseite leicht. Novartis tendieren unverändert.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.552,98 (-1,00 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.326,18 (-0,93 Prozent) EURONEXT 100: 615,40 (-0,95 Prozent) FTSE 100 (London): 4.910,06 (-1,11 Prozent) CAC40 (Paris): 3.388,93 (-1,01 Prozent) MIB (Mailand): 19.201,28 (-0,80 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.492,30 (-1,28 Prozent) SMI (Zürich): 6.010,40 (-0,87 Prozent) ATX (Wien): 2.241,17 (-0,34 Prozent) (07.07.2010/ac/n/m)