Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben am Dienstag mit deutlichen Verlusten zu kämpfen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gibt aktuell 0,94 Prozent ab auf 2.593,76 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 kommt um 0,84 Prozent zurück auf 2.427,46 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 sackt um 0,82 Prozent ab auf 627,85 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Abschläge.
Nach der fulminanten Entwicklung am Freitag ist die Wall Street am Montag wieder deutlich abgesackt. Belastet von Konjunktursorgen verlor der Dow Jones am Ende 1,4 Prozent. Daneben fielen der S&P 500 um 1,5 Prozent und der NASDAQ Composite um 1,6 Prozent zurück. Der Nikkei-Index rauschte heute in Tokio um 3,6 Prozent in die Tiefe. Hintergrund war mitunter der wieder erstarkte Yen. In den USA stehen heute der Einkaufsmanagerindex, der State Street Investor Confidence Index, das Verbrauchervertrauen und am Abend das FOMC Sitzungsprotokoll auf der Agenda.
Der Bergbaukonzern Rio Tinto hat weitere Investitionen in Zusammenhang mit dem Ausbau der Aktivitäten im Bereich Eisenerz angekündigt. Demnach werde man insgesamt 1,6 Mrd. Dollar für die Entwicklung des Eisenerzprojekts "Hope Downs 4" in Westaustralien ausgeben. Der Großteil dieses Betrags soll zur Erschließung und Entwicklung der Mine verwendet werden, wobei man die Kosten in Höhe von 1,2 Mrd. Dollar zur Hälfte mit dem Joint Venture-Partner Hope Downs Iron Ore teilen wird. Rio Tinto geben im FTSE 100 aktuell ein knappes Prozent ab. Daneben verlieren unter anderem Eurasian 2,7 Prozent, Kazakhmys 2,4 Prozent und Lonmin 2,1 Prozent.
Der französische Einzelhandelskonzern Carrefour konnte im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausweisen. Die Erlöse stiegen um 6 Prozent auf 41,97 Mrd. Euro. Um Wechselkurseffekte und Kalendereffekte bereinigt lag das Umsatzplus bei 1,8 Prozent. Das EBIT verbesserte sich auf 712 Mio. Euro, nach 507 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Getragen wurde die positive Ergebnisentwicklung unter anderem durch das starke Umsatzwachstum in den so genannten Emerging Markets. Carrefour geben im CAC40 0,4 Prozent ab. Schwächster Wert ist Alcatel-Lucent mit einem Minus von 2,5 Prozent. Crédit Agricole büßen 2,4 Prozent, Peugeot 2,2 Prozent und Renault 2 Prozent ein. Hermes (Hermès International) verlieren im breiten Markt 2,3 Prozent. Der Luxusartikel-Hersteller hat in der ersten Jahreshälfte Umsatz und Gewinn gesteigert. Unternehmensangaben zufolge erhöhten sich die Umsatzerlöse um 23 Prozent auf 1,07 Mrd. Euro. Der Nettogewinn konnte um 55 Prozent auf 194,6 Mio. Euro zulegen.
Der niederländische Versicherungskonzern AEGON hat einen weiteren Teil der im Zuge der Finanzhilfen in Anspruch genommenen Staatshilfen zurückgezahlt. So habe man am Montag inklusive Zinsen und Gebühren insgesamt 563 Mio. Euro an die Niederlande überwiesen. Davon entfielen 500 Mio. Euro auf die von AEGON in Anspruch genommenen Staatshilfen. Insgesamt hat AEGON damit 1,5 Mrd. Euro der Staatshilfen in Höhe von insgesamt 3 Mrd. Euro zurückgeführt. AEGON geben im AEX 1,8 Prozent ab.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.593,76 (-0,94 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.427,46 (-0,84 Prozent) EURONEXT 100: 627,85 (-0,82 Prozent) FTSE 100 (London): 5.154,67 (-0,90 Prozent) CAC40 (Paris): 3.455,31 (-0,91 Prozent) MIB (Mailand): 19.520,49 (-0,91 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.998,20 (-1,36 Prozent) SMI (Zürich): 6.149,70 (-0,90 Prozent) ATX (Wien): 2.398,44 (-0,82 Prozent) (31.08.2010/ac/n/m)