Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen können zur Wochenmitte hin deutlich zulegen. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 gewinnt aktuell 1,23 Prozent auf 2.891,63 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 rückt um 0,95 Prozent vor auf 2.513,28 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 liegt mit 1,19 Prozent im Plus bei 664,97 Indexpunkten. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls freundlich.
Die US-Börsen konnten gestern nach Handelsschluss in Europa noch etwas zulegen. Letztendlich schloss der Standardwerteindex Dow Jones 0,2 Prozent fester auf einem neuen Jahreshoch. Die Börse in Tokio hat heute keine klare Tendenz erkennen lassen. In Hongkong hatten klar die Bullen die Oberhand.
Die zweitgrößte französische Bankgesellschaft Crédit Agricole meldete am Vorabend, dass sie im dritten Quartal einen Gewinnrückgang um 21 Prozent auf 289 Mio. Euro verbuchen musste. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 128 Mio. Euro ausgegangen. Die Erträge (Net Banking Income) stiegen um 20,7 Prozent auf 4,83 Mrd. Euro. Wie das Kreditinstitut weiter mitteilte, wird CEO Georges Pauget zum 1. März 2010 von seinem Amt zurücktreten. Zu seinem Nachfolger wurde Jean-Paul Chifflet ernannt. Crédit Agricole gewinnen an der Spitze des CAC40 in Paris mehr als 4 Prozent.
Die italienische Großbank UniCredit (UniCredito Italiano) hatte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres unter den Auswirkungen der Finanzkrise zu leiden und musste einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Bei den Gesamteinnahmen hat man einen leichten Anstieg um 1,7 Prozent auf 21,13 Mrd. Euro verzeichnet. Dank der erfolgreich umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen und einem deutlich verbesserten Handelsergebnis verzeichnete man beim operativen Ergebnis einen Anstieg auf 9,61 Mrd. Euro, nach 8,26 Mrd. Euro im Vorjahr. Angesichts der deutlich höheren Einmalbelastungen in Zusammenhang mit Sonderabschreibungen und Rückstellungen für faule Kredite verringerte sich der Vorsteuergewinn auf 2,68 Mrd. Euro (Vorjahr: 5,62 Mrd. Euro). Beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter wurde ein Gewinn von 1,33 Mrd. Euro ausgewiesen, was einem Rückgang um 62 Prozent entspricht. Die Aktie gewinnt im MIB ein knappes Prozent.
Titel von ING Groep preschen in Amsterdam im AEX um 4,5 Prozent vor. Der niederländische Allfinanzkonzern konnte im dritten Quartal überraschend in die Gewinnzone zurückkehren. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 499 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 478 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Insgesamt habe man von einer deutlichen Stabilisierung der Rahmenbedingungen an den internationalen Finanzmärkten profitieren können.
Der schweizerische Hardware-Hersteller Logitech (Logitech International SA) wird das in Austin (Texas) ansässige US-Unternehmen LifeSize Communications für 405 Mio. Dollar in bar übernehmen. Den Angaben zufolge ist LifeSize weltweit führend bei High Definition (HD) Videokommunikations-Lösungen, mit mehr als 9.000 Video Conferencing-Kunden in 80 Ländern. Logitech gewinnen im SLI gut 2 Prozent.
In London stehen Rohstoffwerte hoch im Kurs. An der Spitze des FTSE 100 gewinnen Randgold gut 5 Prozent. Dies ist in Zusammenhang mit dem weiter gestiegenen Goldpreis zu sehen. Daneben legen Fresnillo ebenfalls gut 5 Prozent, Rio Tinto über 4 Prozent und Anglo American 3,5 Prozent zu.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.891,63 (+1,23 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.513,28 (+0,95 Prozent) EURONEXT 100: 664,97 (+1,19 Prozent) FTSE 100 (London): 5.289,33 (+1,12 Prozent) CAC40 (Paris): 3.823,91 (+1,01 Prozent) MIB (Mailand): 23.323,59 (+1,35 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.856,90 (+0,36 Prozent) SMI (Zürich): 6.406,94 (+0,59 Prozent) ATX (Wien): 2.599,19 (+0,20 Prozent) (11.11.2009/ac/n/m)