Paris (aktiencheck.de AG) - Die Stimmung an den europäischen Börsen ist zu Wochenbeginn gedämpft. Der Dow Jones EURO STOXX 50 fällt aktuell um 0,20 Prozent auf 2.978,96 Punkte zurück. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verliert indes 0,29 Prozent auf 2.686,99 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt um 0,12 Prozent nach auf 726,16 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.
Die europäischen Verbraucherpreise haben sich im Januar 2011 mit beschleunigtem Tempo erhöht. Dies gab das europäische Statistikamt Eurostat bekannt. So kletterte die jährliche Inflationsrate der Eurozone auf 2,3 Prozent, nach 2,2 Prozent im Dezember 2010 und 0,9 Prozent im Januar 2010. Damit lag die Gesamtinflationsrate in der Eurozone über der Preisstabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank, die eine Teuerungsrate von unter, aber nahe 2,0 Prozent anstrebt. Die Monatsteuerungsrate betrug im Berichtsmonat -0,7 Prozent.
Der Anstieg der spanischen Verbraucherpreise hat sich im Februar 2011 verstärkt. Laut der nationalen Statistikbehörde INE in Madrid erhöhte sich die jährliche Inflationsrate auf 3,6 Prozent, nachdem sie im Januar 2011 lediglich bei 3,3 Prozent gestanden hatte. Hierbei handelt es sich den höchsten Stand seit Oktober 2008. Der für europäische Vergleichszwecke harmonisierte Verbraucherpreis-Index (HVPI) wies eine Jahresteuerung von 3,4 Prozent aus, nach zuvor 3,0 Prozent. Dies ist die stärkste Preissteigerung seit September 2008. Zudem lag sie damit deutlich über der Zielmarke der EZB von 2,0 Prozent. Der Anstieg der französischen Erzeugerpreise hat sich im Januar 2011 mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. Dies gab die Statistikbehörde Insee bekannt. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Erzeugerpreise um 5,2 Prozent, nach 5,4 Prozent im Dezember 2010. Volkswirte hatten eine Preissteigerung von 5,6 Prozent prognostiziert.
Im FTSE 100 können Aktien von ARM Holdings um knapp 3 Prozent zulegen und bewegen sich damit am oberen Ende des Index. Die Großbank HSBC gab heute bekannt, dass sie ihren Gewinn im Geschäftsjahr 2010 aufgrund deutlich geringerer Abschreibungen mehr als verdoppeln konnte. Die Erwartungen wurden jedoch verfehlt, was mit rückläufigen Gewinnen im Investment Banking und erhöhten Kosten zusammenhängt. Die Unternehmensaktie gibt daraufhin 4,3 Prozent ab. Aktien von Pearson klettern aktuell 1,0 Prozent nach oben. Der Verlagskonzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Für das laufende Fiskaljahr sieht sich der Medienkonzern weiterhin gut positioniert und peilt sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten operativen Ergebnis eine Verbesserung an. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie soll gegenüber 2010 (77,5 Pence) gesteigert werden.
Im österreichischen ATX markieren Anteile von Andritz mit einem Plus von 2,5 Prozent die Indexspitze. Papiere von voestalpine und Verbund bewegen sich mit 0,9 Prozent bzw. 0,7 Prozent im Plus. Papiere von Kapsch TrafficCom brechen indes um 4,4 Prozent ein. Der Konzern konnte in den ersten drei Quartalen mit einem deutlichen Umsatzanstieg aufwarten. Beim Nachsteuerergebnis wurde allerdings ein Rückgang auf 16,3 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Gewinn von 21,7 Mio. Euro erzielt hatte.
Im Schweizer SMI stechen Anteile von Syngenta mit einem Plus von 3,3 Prozent hervor. Es folgen Papiere von Transocean und ABB mit Aufschlägen von 1,8 Prozent bzw. 1,6 Prozent. Aktien der UBS geben indes 0,4 Prozent ab. Der Konzern gab heute bekannt, dass er Alexander S. Friedman mit Wirkung zum 1. März 2011 zum Chief Investment Officer (CIO) von UBS Wealth Management ernannt hat. Wie die schweizerische Großbank mitteilte, ist Friedman ein erfahrener Finanzexperte und ehemaliger CFO der Bill & Melinda Gates Foundation. Aktien der Credit Suisse markieren mit einem Abschlag von 1,5 Prozent das Indexende.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.978,96 (-0,20 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.686,99 (-0,29 Prozent) EURONEXT 100: 726,16 (-0,12 Prozent) FTSE 100 (London): 5.978,76 (-0,37 Prozent) CAC40 (Paris): 4.070,48 (+0,00 Prozent) MIB (Mailand): 22.260,90 (-0,40 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.822,70 (+1,64 Prozent) SMI (Zürich): 6.552,92 (+0,24 Prozent) ATX (Wien): 2.881,61 (-0,02 Prozent) (28.02.2011/ac/n/m)