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21.07.2011 10:54

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Börsen in Europa am Morgen: Uneinheitlich Ericsson und Scania unter Druck

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes notieren im frühen Donnerstaghandel wenig verändert. Dabei belasten vor allem die Sorgen im Zusammenhang mit der Schuldenkrise in Griechenland. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,03 Prozent auf 2.706,63 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,27 Prozent auf 2.519,63 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt um 0,08 Prozent nach auf 675,00 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Plus.

Das britische Verbrauchervertrauen hat sich im Juni 2011 verschlechtert. Dies gab die Nationwide Building Society heute bekannt. So verringerte sich der Index des Verbrauchervertrauens auf 51 Punkte. Im Vormonat war noch ein Indexstand von 55 Punkten ausgewiesen worden.

In der Schweiz stehen heute die Papiere des Mischkonzerns ABB mit einem Wertverlust von 1,8 Prozent als schwächster Wert im SMI im Blick. Das Unternehmen konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal um 43 Prozent verbessern und profitierte dabei vor allem von einem kräftigen Wachstum in den Industriesektoren. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der Konzerngewinn belief sich auf 893 Mio. US-Dollar, nach 623 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 28 Prozent auf 9,68 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 866 Mio. US-Dollar und Erlösen von 9,18 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Indes musste Roche im ersten Halbjahr 2011 einen Gewinnrückgang ausweisen. So sanken die Umsatzerlöse auf 21,67 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Minus von 12 Prozent (in CHF), während der Umsatz in Lokalwährungen unverändert blieb. Der Konzergewinn verschlechterte sich um 5 Prozent (+10 Prozent in Lokalwährungen) auf 5,26 Mrd. CHF. Für das laufende Jahr stellt Roche einen Anstieg des Gewinns je Aktie von rund 10 Prozent (in Lokalwährungen) in Aussicht. Die Aktie gibt um 0,2 Prozent nach. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im SMI die Anteilsscheine von Actelion mit einem Zugewinn von 2,3 Prozent wieder.

Im CAC 40 rücken Pernod-Ricard auf Platz eins der Gewinnerliste um 1,7 Prozent vor. Auf den Plätzen zwei und vier folgen mit Crédit Agricole und Société Générale zwei Banktitel mit Aufschlägen von 1,6 bzw. 1,5 Prozent. Indes trennen sich die Anleger vornehmlich von den Papiere von Alcatel-Lucent, die sich um 5,6 Prozent verschlechtern.

Für eine Enttäuschung sorgte in Schweden Ericsson (Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B)). Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen hat seinen Gewinn im zweiten Quartal zwar deutlich erhöht, was auf eine anhaltend starke Nachfrage nach mobiler Breitband-Ausrüstung zurückzuführen war. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt, was mit Kosten für Stellenstreichungen und einem geringeren Wachstum im Services-Bereich zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 3,12 Mrd. Schwedische Kronen (SEK), gegenüber 1,88 Mrd. SEK im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 14 Prozent auf 54,77 Mrd. SEK. Analysten waren im Vorfeld von einem Nettogewinn von 3,88 Mrd. SEK und Erlösen von 54,5 Mrd. SEK ausgegangen. Der Titel brechen um 9,6 Prozent ein. Gleichzeitig fahren Scania (Scania AB (B)) mit einem Abschlag von 5,6 Prozent hinterher. Der Nutzfahrzeughersteller konnte ersten Halbjahr mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 43,67 Mrd. SEK über dem Vorjahreswert von 37,11 Mrd. SEK. Maßgeblich zu dem Umsatzplus von 18 Prozent beigetragen hat dabei die um 42 Prozent auf 40.300 Modelle gestiegene Zahl der Nutzfahrzeugauslieferungen. Der operative Gewinn lag mit 6,65 Mrd. SEK über dem Vorjahreswert von 5,63 Mrd. SEK zurück. Unter dem Strich wurde ein Nettogewinn von 4,95 Mrd. SEK verbucht, nach 3,80 Mrd. SEK im Vorjahreszeitraum.

In den Niederlanden geben die Papiere des Chemiekonzerns Akzo Nobel um 1,3 Prozent nach. Das Unternehmen musste im zweiten Quartal einen leichten Gewinnrückgang verkraften. Zurückzuführen war dies auf steigende Rohstoffkosten, eine schwankende Nachfrage, Kosten als Folge von wartungsbedingten Ausfällen und einen starken Euro.

In Norwegen rücken Telenor (Telenor ASA) um 1,7 Prozent vor. Die Telefongesellschaft meldete heute, dass sich ihr Gewinn im zweiten Quartal deutlich reduziert hat, was neben einer Sonderbelastung im Berichtszeitraum auf hohe Einmalerträge im Vorjahr zurückzuführen ist. Indes wurde der Ausblick bestätigt.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.706,63 (+0,03 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.519,63 (-0,27 Prozent) EURONEXT 100: 675,00 (-0,08 Prozent) FTSE 100 (London): 5.841,19 (-0,22 Prozent) CAC40 (Paris): 3.745,19 (-0,25 Prozent) MIB (Mailand): 18.797,16 (+0,07 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.817,20 (+0,87 Prozent) SMI (Zürich): 5.978,07 (+0,19 Prozent) ATX (Wien): 2.634,04 (+0,11 Prozent) (21.07.2011/ac/n/m)

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