Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkten können sich im frühen Mittwochhandel nicht nachhaltig von ihren massiven Vortagesverlusten erholen. Die Stimmung am Markt bleibt nach dem Montagabend angekündigten Referendum zu den EU-Hilfen in Griechenland von Nervosität geprägt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,43 Prozent auf 2.269,41 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,05 Prozent auf 2.250,34 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Plus.
In Großbritannien stehen heute die Aktien von Next mit einem Zugewinn von 4,9 Prozent hoch im Kurs. Die zweitgrößte Bekleidungskette in Großbritannien konnte im dritten Quartal ihren Absatz um 3,3 Prozent steigern. Auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich heute im FTSE 100 ferner auch mehrheitlich Banktitel. So geht es für Barclays um 1,7 Prozent nach oben, während sich gleichzeitig Royal Bank of Scotland um 1,1 Prozent verteuern. Lloyds (Lloyds Banking Group) geben allerdings um 3,6 Prozent nach. Wie der Finanzkonzern erklärte, wird António Horta-Osório auf ärztlichen Rat hin eine krankheitsbedingte Pause einlegen und in dieser Zeit seine Aufgaben als CEO ruhen lassen. Es wird jedoch erwartet, dass Horta-Osório noch vor Jahresende wieder seine Funktion als CEO übernehmen wird. Wie der Konzern weiter ausführte, werde man im weiteren Verlauf bekannt geben, wer die Aufgaben des CEO während der krankheitsbedingten Auszeit übernehmen wird.
In Frankreich können sich die wichtigsten Bankwerte ebenfalls von ihren Vortagesverlusten erholen. So rücken BNP Paribas um 3,4 Prozent vor, während es für Société Générale um 2,6 Prozent nach oben geht. Crédit Agricole verzeichnen momentan einen Aufschlag von 1,1 Prozent. An der Indexspitze verteuern sich unterdessen STMicroelectronics um 3,6 Prozent, während gleichzeitig die rote Laterne von SUEZ Environnement mit einem Wertverlust von 0,5 Prozent eingenommen wird.
In der Schweiz stehen im breiten Markt die Aktien von Petroplus Holdings mit einem Abschlag von 4,1 Prozent unter Druck, nachdem der Raffinerie-Betreiber im dritten Quartal einen höheren Verlust ausweisen musste. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 6,50 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 5,15 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich verzeichnete man einen Nettoverlust von 146,6 Mio. US-Dollar, nach einem Nettoverlust von 93,8 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Insgesamt hat der Konzern man im Berichtszeitraum vor allem unter der deutlich schwächeren Margenentwicklung zu leiden gehabt. Wie es weiter heißt, seien die Margen im vierten Quartal bisher weiterhin schwach, hätten sich jedoch von den extremen Tiefpunkten im September erholt. Im Schweizer Leitindex SMI findet sich mit der Credit Suisse ein Banktitel mit einem Zugewinn von 2,1 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren wieder. Daneben können UBS und Julius Baer um 0,8 bzw. 0,7 Prozent zulegen. Die Verliererliste umfasst indes lediglich drei Werte. Am größten fallen die Abschläge dabei bei Roche mit 1,1 Prozent aus. Schließlich legen SGS (SGS SA) um 1,1 Prozent zu. Der Warenprüfkonzern kündigte heute einen Zukauf an. Demnach wurde eine Vereinbarung zur Übernahme der amerikanischen PfiNDE Inc. geschlossen. Dabei handelt es sich um eines der führenden Unternehmen, das auf zerstörungsfreie Materialprüfung, Tests und Pipelineintegrität für große Pipelinebetreiber in den USA spezialisiert ist. Das im Jahr 1998 gegründete Unternehmen beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeiter und erwartet im laufenden Fiskaljahr Umsatzerlöse in Höhe von 22 Mio. US-Dollar. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.269,41 (+0,43 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.250,34 (-0,05 Prozent) FTSE 100 (London): 5.426,99 (+0,10 Prozent) CAC40 (Paris): 3.087,36 (+0,62 Prozent) MIB (Mailand): 15.036,45 (+0,72 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.576,30 (-0,04 Prozent) SMI (Zürich): 5.601,86 (+0,24 Prozent) ATX (Wien): 1.932,16 (-2,60 Prozent) (02.11.2011/ac/n/m)