Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes weisen im frühen Donnerstaghandel nach negativen Vorgaben aus den USA und Japan uneinheitliche Vorzeichen aus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 0,53 Prozent auf 2.939,20 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt indes um 0,03 Prozent zu auf 2.677,34 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verschlechtert sich um 0,04 Prozent auf 713,09 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.
BHP Billiton (BHP Billiton) meldete heute, dass man die Eisenerzproduktion im zweiten Quartal auf einen neuen Rekordwert gesteigert hat. So erhöhte sich die Eisenerzproduktion des weltgrößten Bergbaukonzerns in den drei Monaten zum 31. Dezember 2010 um 4 Prozent auf 33,7 Millionen Tonnen. Die Kupferproduktion stieg im zweiten Quartal um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Goldproduktion sogar um 15 Prozent. Indes konnte die Produktion bei Tonerde im Berichtszeitraum um 9 Prozent zulegen, während es bei Aluminium keine Veränderung zu berichten gab. Der Titel gibt um 1,5 Prozent nach. easyJet konnte indes im ersten Quartal mit einem Passagieranstieg aufwarten. Allerdings geht die Billigfluglinie für das erste Halbjahr von einem höheren Verlust aus. So wurden im Berichtszeitraum insgesamt 11,9 Millionen Passagiere befördert, was gegenüber dem Vorjahreswert von 11,0 Millionen Fluggästen einem Plus von 8,8 Prozent entspricht. Der Sitzladefaktor verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 0,9 Prozentpunkte auf 86,7 Prozent. Beim Umsatz im ersten Quartal verzeichnete easyJet einen Anstieg um 7,5 Prozent auf 654 Mio. Britische Pfund (GBP). Angesichts der weiterhin unsicheren konjunkturellen Gesamtsituation in Europa und den weiter steigenden Kerosinpreisen erwartet die Billigfluglinie für das erste Halbjahr einen Vorsteuerverlust im Bereich von 140 bis 160 Mio. GBP, nachdem man in der Vorjahresperiode hier einen Vorsteuerverlust von 78,7 Mio. GBP eingefahren hatte. Die Aktie bricht im breiten Markt um 13,6 Prozent ein. Im FTSE 100 können an der Indexspitze National Grid um 1,5 Prozent zulegen, während am Ende Invensys um 4,4 Prozent nachgeben. Der Technologiekonzern Invensys hat heute sein Trading Statement für das dritte Quartal veröffentlicht. Demnach erwartet der Konzern für das dritte Quartal ein bereinigtes operatives Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres.
Remy Cointreau (Remy Cointreau) konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Umsatzanstieg ausweisen. So lag der Umsatz des Spirituosenherstellers im Berichtszeitraum mit 694,8 Mio. Euro um 18 Prozent über dem Vorjahreswert. Das organische Umsatzwachstum lag bei 11,0 Prozent. Profitiert hat man den Angaben zufolge im Berichtszeitraum vor allem von der beschleunigten Umsatzentwicklung in Asien sowie von der weiteren Nachfrageerholung in Europa. Die Aktie verschlechtert sich im breiten Markt um 3 Prozent. Im CAC 40 verteuern sich als bester Wert Alstom um 2,7 Prozent. Am Ende verbilligen sich Accor um 4,1 Prozent. In der Schweiz stehen die Papiere von Julius Baer mit einem Aufschlag von 1,5 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren. Gleichzeitig verbilligen sich am Ende Transocean um 2,6 Prozent.
Ahold (Ahold) hat sein Trading Statement für das vierte Quartal bzw. das Gesamtjahr 2010 veröffentlicht. So belief sich der Umsatz des Einzelhandelskonzerns im Schlussquartal auf 6,98 Mrd. Euro, nach 6,80 Mrd. Euro im vierten Quartal 2009. Auf bereinigter Basis entspricht dies einem Plus von 5,5 Prozent (unbereinigt: 2,6 Prozent). Im Gesamtjahr 2010 verbesserte sich der Konzernumsatz um 5,7 Prozent auf 29,53 Mrd. Euro. Auf bereinigter Basis wurde ein Wachstum von 4,4 Prozent ausgewiesen. Das Papier gibt um 1,4 Prozent nach.
Der Mobiltelefonhersteller Sony Ericsson Mobile Communications AB, ein Joint Venture des schwedischen Telekommunikationsausrüsters Ericsson (Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B)) und der japanischen Sony , gab heute bekannt, dass man im vierten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet hat. Dabei profitierte man von der starken Nachfrage nach Smartphones mit dem Android-Betriebssystem. Die Aktie von Ericsson verbilligt sich um 0,8 Prozent.
Iberdrola (Iberdrola) hat seine Marktposition im Auslandsgeschäft durch einen milliardenschweren Zukauf verstärkt. So hat der Versorger eine Vereinbarung zur Übernahme des brasilianischen Energieversorgers Elektro für insgesamt 2,4 Mrd. Euro geschlossen. Der Titel gewinnt 0,5 Prozent an Wert.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.939,20 (+0,53 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.677,34 (+0,03 Prozent) EURONEXT 100: 713,09 (-0,04 Prozent) FTSE 100 (London): 5.935,32 (-0,69 Prozent) CAC40 (Paris): 3.977,53 (+0,02 Prozent) MIB (Mailand): 21.928,95 (+1,00 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.607,60 (+0,48 Prozent) SMI (Zürich): 6.533,70 (-0,40 Prozent) ATX (Wien): 2.892,10 (-0,68 Prozent) (20.01.2011/ac/n/m)