Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes starten uneinheitlich in den letzten Handelstag der Woche, nachdem gestern eine deutlich negative Entwicklung verzeichnet wurde. Belastend wirken dabei die schwächeren Vorgaben aus New York und Tokio sowie anhaltende Bedenken hinsichtlich der europäischen Schuldenkrise. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,13 Prozent auf 2.245,78 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt indes um 0,05 Prozent ab auf 2.244,48 Zähler. Die europäischen Länderbörsen bewegen sich ebenfalls uneinheitlich.
In der Schweiz verlieren im SMI im frühen Handel allen voran Anteilsscheine von Credit Suisse mit einem Minus von 2,3 Prozent. Dahinter verzeichnen Titel von Syngenta, Givaudan und Adecco Abschläge von 1,2 Prozent, 1,1 Prozent bzw. 1,3 Prozent. An der Spitze befinden sich dagegen UBS mit einem Plus von 1,0 Prozent. Die Großbank informierte gestern - nach Abschluss einer gemeinsamen Strategieüberprüfung durch Verwaltungsrat und Konzernleitung - ihre Aktionäre über die zukünftige Stoßrichtung. Die Strategie der UBS konzentriere sich auf ihre langjährige Position als führender globaler Wealth Manager sowie als führende Universalbank in der Schweiz. Auf dieser Grundlage und in Kombination mit einer fokussierten, weniger komplexen und weniger kapitalintensiven Investment Bank und einem leistungsfähigen Global Asset Management werde man das Wachstum weiter vorantreiben und die eigene herausragende Marktstellung im Wealth Management ausbauen. Anvisiert wird eine Eigenkapitalquote (Tier 1 Common Equity) gemäß Basel III von 13 Prozent. UBS ist zuversichtlich, eine Eigenkapitalrendite zwischen 12 und 17 Prozent erreichen zu können. Das Management wird vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 0,10 CHF pro Aktie auszuschütten. Anschließend soll ein Programm zur progressiven Kapitalrückführung an die Aktionäre implementiert werden. Ebenfalls in der Gewinnzone tendieren Papiere von Novartis , die 0,2 Prozent hinzugewinnen. Der Pharmakonzern gab die Entdeckung einer neuen Klasse doppelt wirkender Antimalaria-Wirkstoffe - so genannter Imidazolopiperazine (IZPs) - bekannt. Die Wirkstoffe gehen sowohl gegen die Leber- als auch gegen die Blutinfektion vor und greifen den Parasit Plasmodium in beiden Stadien seines Reproduktionszyklus an. Sie haben das Potenzial, Malariainfektionen sowohl vorzubeugen als auch zu behandeln. Im breiten Marken büßen indes Aktien von Barry Callebaut 0,3 Prozent an Wert ein. Der Schokoladenhersteller gab bekannt, dass er und P.T. Comextra Majora, ein diversifizierter Agrarrohstoffhändler und führender Exporteur von Kakao aus Indonesien, ein Joint Venture geschlossen haben.
In Großbritannien gewinnen im FTSE 100 am Morgen Titel von National Grid an der Spitze 0,7 Prozent. Der Netzbetreiber gab bereits gestern bekannt, dass sich sein Gewinn im ersten Halbjahr trotz rückläufiger Umsätze leicht erhöht hat. Der bereinigte operative Gewinn ging jedoch zurück und lag unter den Marktschätzungen, was mit Verlusten im US-Geschäft zusammenhängt. Ebenfalls gefragt sind BT Group (+0,6 Prozent), Imperial Tobacco (+0,5 Prozent) und SSE (+0,5 Prozent). Am Ende des britischen Leitindex finden sich Anteilsscheine von Captiva (-4,2 Prozent) und ARM Holdings (-3,1 Prozent).
In Frankreich sind im CAC 40 derzeit bei SUEZ ENVIRONNEMENT (+1,7 Prozent) die stärksten Aufschläge zu beobachten. Sehr gefragt sind darüber hinaus SAFRAN (+1,5 Prozent) und Vivendi (+1,3 Prozent). Schlusslichter bilden ArcelorMittal (-1,6 Prozent) und Vallourec (-1,4 Prozent).
In Österreich machen Flughafen Wien mit einer Gewinnwarnung Schlagzeilen. Hintergrund sind den Angaben zufolge Sondereffekte. Wie der Flughafenbetreiber mitteilte, betreffen die Wertberichtigungen und Einmaleffekte von insgesamt rund 74 Mio. Euro den Skylink, die Beteiligung am Flughafen Kosice, ein Bestandsobjekt am Flughafen sowie Rückstellungen für Altersteilzeit. Diese Einmaleffekte beeinflussen die Ergebnisentwicklung im dritten Quartal 2011 negativ, das vorläufige Periodenergebnis reduziert sich somit auf rund 20 Mio. Euro. Dessen ungeachtet entwickelt sich die Gesellschaft operativ positiv, das Verkehrswachstum zum dritten Quartal betrug 7,5 Prozent. Aktien von Flughafen Wien geben aktuell 3 Prozent ab.
Wie die italienische Statistikbehörde Istat heute mitteilte, ist der Auftragseingang der italienischen Industrie im September 2011 gesunken. So verringerte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vormonat um 8,3 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld nur mit einem Minus von 6,0 Prozent gerechnet. Weiteren Angaben zufolge lagen die Neuaufträge um 3,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.245,78 (+,13 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.244,48 (-0,05 Prozent) FTSE 100 (London): 5.394,31 (-0,53 Prozent) CAC40 (Paris): 3.006,83 (-0,11 Prozent) MIB (Mailand): 15.305,95 (+0,71 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.283,90 (+0,16 Prozent) SMI (Zürich): 5.632,75 (-0,21 Prozent) ATX (Wien): 1.807,36 (-0,15 Prozent) (18.11.2011/ac/n/m)