Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen starten angesichts der anhaltenden Unsicherheiten um das hoch verschuldete Euro-Mitgliedsland Italien verhalten in den neuen Handelstag. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,23 Prozent auf 2.254,61 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich indes um 0,40 Prozent auf 2.244,25 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.
Im CAC40 können sich Anteile von EADS mit einem Aufschlag von 6,5 Prozent an der Indexspitze behaupten. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete, dass er seinen Gewinn in den ersten neun Monaten 2011 mehr als verdoppeln konnte. Die Neun-Monats-Ergebnisse übertrafen damit die Erwartungen. Trotz der jüngsten Turbulenzen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld bleibt die Dynamik am zivilen Flugzeugmarkt weiterhin robust; die Verteidigungsmärkte westlicher Staaten jedoch sind wie erwartet angespannt. Indes wurden die Gesamtjahresprognosen nach oben korrigiert. Auf der Verliererseite stechen Aktien von Crédit Agricole mit einem Minus von 1,8 Prozent hervor.
Anteile von Air France-KLM verlieren unterdessen 1,2 Prozent an Wert. Die Fluggesellschaft gab gestern bekannt, dass sie im abgelaufenen zweiten Fiskalquartal 2011/12 angesichts gestiegener Kerosinpreise und der schwachen globalen Nachfrage einen drastischen Gewinnrückgang ausweisen musste. Zudem erwartet der Konzern nun einen operativen Verlust im Gesamtjahr. Bislang hatte Air France-KLM trotz der anhaltenden Probleme beim Kerosinpreis, aber auch in Japan, Afrika und Naher Osten, prognostiziert, ein positives operatives Ergebnis zu erzielen.
Im Schweizer SMI zählen Papiere von Zurich Financial Services (Zurich Financial Services (N) (Zuerich)) mit einem Aufschlag von 0,9 Prozent zu den Gewinnern. Der Versicherungskonzern gab heute bekannt, dass er im dritten Quartal einen Gewinnsprung verbucht hat. Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn nach Steuern belief sich im dritten Quartal auf 1,24 Mrd. US-Dollar, im Vergleich zu 756 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 810 Mio. US-Dollar ausgegangen. Auch nach neun Monaten wurde das Ergebnis deutlich gesteigert. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. An der Indexspitze legen Adecco um 1,3 Prozent zu. Novartis und Roche finden sich unterdessen mit Abschlägen von 1,0 Prozent bzw. 1,3 Prozent am Indexende wieder.
Der Schokoladenhersteller Barry Callebaut gab heute seine Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt. Dabei konnten Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Die Abschwächung mehrerer Währungen gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) beeinträchtigte den Umsatz ebenso wie den Betriebsgewinn (EBIT). Der Konzerngewinn aus fortzuführenden Geschäftsbereichen stieg um 19,8 Prozent Der Konzerngewinn für das Geschäftsjahr einschließlich aufgegebener Geschäftsaktivitäten lag bei 176,8 Mio. CHF, verglichen mit 251,7 Mio. CHF im Vorjahr. Der Rückgang ist auf den einmaligen Verlust von 82,1 Mio. CHF aus der Veräußerung des europäischen Verbrauchergeschäfts zurückzuführen. Papiere von Barry Callebaut fallen aktuell um 0,4 Prozent zurück.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.254,61 (+0,23 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.244,25 (-0,40 Prozent) FTSE 100 (London): 5.433,69 (-0,49 Prozent) CAC40 (Paris): 3.091,72 (+0,54 Prozent) MIB (Mailand): 15.400,12 (+2,18 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.383,50 (-1,58 Prozent) SMI (Zürich): 5.590,77 (-0,30 Prozent) ATX (Wien): 1.928,43 (+0,27 Prozent) (10.11.2011/ac/n/m)