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13.07.2011 11:00

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Börsen in Europa am Morgen: Verluste, ASML, L`Oréal und Marks & Spencer geben ab, Rohstofftitel gefragt

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Paris (aktiencheck.de AG) - Nach der schwachen Entwicklung vom Vortag geht es für die wichtigsten europäischen Indizes auch am Mittwoch im frühen Handel nach unten. Neben den Sorgen um Italien belastet nun auch die jüngste Abstufung des EU-Mitglieds Irland durch die Rating-Agentur Moody´s die Märkte. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,17 Prozent auf 2.689,03 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,18 Prozent auf 2.522,51 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt um 0,11 Prozent nach auf 675,61 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.

Die US-Ratingagentur Moody´s hat die Bonitätsnote für das ebenfalls von der Euro-Schuldenkrise in Mitleidenschaft gezogene Irland auf "Ramsch-Status" abgesenkt. In einer gestern Abend nach Börsenschluss veröffentlichten Mitteilung heißt es, das Rating des Euro Mitglieds wurde um eine Note von "Baa3" auf "Ba1" abgesenkt. Der Ausblick wurde auf "negativ" belassen, was Raum für weitere Abstufungen lässt.

In Großbritannien stehen im FTSE 100 am Morgen Anteilsscheine von Fresnillo mit einem Plus von 7,8 Prozent an der Spitze. Dahinter ziehen Burberry (Burberry Group) um knapp 4 Prozent an. Der Luxusartikelhersteller teilte heute mit, dass sein Umsatz im ersten Quartal um 26 Prozent gestiegen ist, was mit einer starken Nachfrage in sämtlichen Produktsegmenten und Regionen zusammenhängt. Wie CEO Angela Ahrendts weiter erklärte, bleibt man mit der aktuellen Strategie zuversichtlich für den Rest des Jahres. Man werde weiterhin investieren, um ein profitables Wachstum zu forcieren. Ebenfalls gefragt sind Rohstofftitel. So können Antofagasta, Kazakhmys, Randgold, Xstrata, Eurasian Natural, BHP Billiton und Vedanta Resources zwischen 1,9 und 2,8 Prozent vorrücken. Am Ende des britischen Leitindex befinden sich Aktien von Marks & Spencer (MarksSpencer) mit einem Minus von 1,7 Prozent. Der größte Bekleidungshändler in Großbritannien gab heute bekannt, dass sich sein Umsatzwachstum im ersten Quartal beschleunigt hat. Zudem wurde der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Jedoch rechnet man für den Rest des Jahres mit schwierigen Marktbedingungen. Ebenfalls ganz oben auf der Verkaufsliste der Anleger stehen Reckitt Benckiser mit einem Abschlag von 1,4 Prozent.

In Frankreich legen im CAC 40 zurzeit Peugeot um 1,4 Prozent zu, gefolgt von Bouygues, Alstom und Michelin mit Aufschlägen von 1,1 bis 1,3 Prozent. Dagegen büßen Papiere von Carrefour um 1,3 Prozent ein. Der Handelskonzern sieht trotz Umsatzplus einen deutlichen Gewinnrückgang im ersten Halbjahr. Demnach lag der konsolidierte Gesamtumsatz im zweiten Quartal (inklusive Benzinverkäufen) mit 22,41 Mrd. Euro um 1,6 Prozent über dem Vorjahreswert. In den ersten sechs Monaten wurde (inklusive Benzinverkäufen) ein Umsatzplus von 2,7 Prozent auf 44,56 Mrd. Euro verzeichnet. Jedoch rechnet man im ersten Halbjahr mit einem operativen Gewinn (Current Operating Income) in Höhe von 760 Mio. Euro, was einem Minus von rund 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. In diesem Zusammenhang wurde auf die anhaltende Marktschwäche in Frankreich verwiesen. Die rote Laterne trägt L`Oréal (LOréal) mit einem Minus von 4,1 Prozent. Der Kosmetikkonzern vermeldete für das zweite Quartal nur ein marginales Umsatzwachstum. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde indes bekräftigt.

Titel des niederländischen Chip-Ausrüsters ASML verbilligen sich in Amsterdam aktuell um 5 Prozent. Der weltgrößte Hersteller von Lithographiesystemen meldete heute, dass er im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnsprung erzielen und die Erwartungen schlagen konnte. Dabei profitierte man von erhöhten Kapazitäten. Jedoch wird für das dritte Quartal beim Auftragseingang ein Wert von nicht mehr als 500 Mio. Euro in Aussicht gestellt.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.689,03 (-0,17 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.522,51 (-0,18 Prozent) EURONEXT 100: 675,61 (-0,11 Prozent) FTSE 100 (London): 5.877,25 (+0,14 Prozent) CAC40 (Paris): 3.763,33 (-0,29 Prozent) MIB (Mailand): 18.740,59 (+1,24 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.587,80 (-0,16 Prozent) SMI (Zürich): 6.011,54 (-0,05 Prozent) ATX (Wien): 2.665,12 (+0,10 Prozent) (13.07.2011/ac/n/m)

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