Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes tendieren am ersten Handelstag der Woche kurz nach Börsenstart im Minus. Als Belastungsfaktor erweisen sich dabei die zunehmenden Sorgen um die finanzielle Lage Italiens. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,96 Prozent auf 2.763,38 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,36 Prozent auf 2.561,65 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt um 0,84 Prozent nach auf 692,98 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
Lonza Group (Lonza Group) melden heute einen milliardenschweren Zukauf. So wurde eine Vereinbarung zur Übernahme des US-Konzerns Arch Chemicals geschlossen. Im Zuge der Transaktion sollen die Aktionäre von Arch Chemical 47,20 US-Dollar je Aktie in bar erhalten, was einem Aufschlag von 36,7 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage entspricht. Durch die Übernahme will Lonza seine Marktposition im Life Sciences-Segment verstärken. Das Gesamtvolumen der Transaktion liegt bei rund 1,4 Mrd. US-Dollar. Die Anteilsscheine des Spezialchemiekonzerns verteuern sich um 0,2 Prozent. Daneben notieren im SMI lediglich noch Actelion mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent in der Gewinnzone. Ferner notieren als drittbester Wert Nestlé auf Vortagesniveau. Der Lebensmittelkonzern hat eine partnerschaftliche Übereinkunft mit der Gründerfamilie von Hsu Fu Chi bekannt gegeben. Hierbei handelt es sich um einem führenden Hersteller und Lieferanten von Süßwarenprodukten in China. Den Angaben zufolge beabsichtigt Nestlé, 60 Prozent an dem in Singapur gelisteten Unternehmen zu erwerben, während die Hsu Familie die verbleibenden 40 Prozent besitzen wird. Hsu Chen, CEO und Präsident von Hsu Fu Chi, wird das Unternehmen im Rahmen der neuen Partnerschaft weiterhin leiten. Der letzte Platz wird von der Credit Suisse mit einem Verlust von 1,8 Prozent belegt, während daneben UBS um 1,6 Prozent nachgeben.
In der Schweiz macht heute ferner wieder der Schokoladenhersteller Barry Callebaut auf sich aufmerksam. So verlautbarte man, dass man das europäische Verbrauchergeschäft (Stollwerck) an die belgische Baronie Gruppe veräußert. Die vollumfängliche Übernahme umfasst die gesamte Stollwerck Gruppe, einschließlich fünf Werke in Deutschland, Belgien und der Schweiz. Die Transaktion beinhaltet den Angaben zufolge zudem eine langfristige Liefervereinbarung zwischen der Baronie Gruppe und Barry Callebaut für die Lieferung von rund 25.000 Tonnen Flüssigschokolade pro Jahr sowie die zusätzliche Lieferung von Kakaobohnen und Halbfertigprodukten. Zu den finanziellen Details der Transaktion wurden keine Angaben gemacht. Die Aktie verschlechtert sich im breiten Markt um 0,3 Prozent.
Die französische Industrieproduktion hat sich im Mai 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee erhöht. Demnach kletterte die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um 2,0 Prozent, wogegen sie im April um 0,5 Prozent gesunken war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat die Industrieproduktion um 2,9 Prozent zugelegt. Sanofi verlautbarte heute, dass er sein Dermatologie-Geschäft Dermik für 425 Mio. US-Dollar in bar an die kanadische Valeant Pharmaceuticals International verkauft. Im Jahr 2010 erzielten die Dermik-Aktivitäten einen Umsatz von 206 Mio. US-Dollar. Ferner konnte der Pharmakonzern positive Studiendaten veröffentlichen. So wurden bei einer ersten Phase-III-Studie (CARE-MS I) mit Lemtrada gegen Multiple Sklerose (MS) erfreuliche Ergebnisse erzielt. Die Ergebnisse einer zweiten Phase-III-Studie (CARE-MS II) sollen im vierten Quartal 2011 verfügbar sein. Anfang 2012 ist den Angaben zufolge mit Zulassungsanträgen in den USA und der EU zu rechnen. Der Titel verliert 0,4 Prozent an Wert. Auch in Frankreich haben Banktitel einen schweren Stand. So verschlechtern sich am Indexende Société Générale und BNP Paribas um 3,3 bzw. 3,2 Prozent, während es für Crédit Agricole um 2,8 Prozent nach unten geht.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.763,38 (-0,96 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.561,65 (-0,36 Prozent) EURONEXT 100: 692,98 (-0,84 Prozent) FTSE 100 (London): 5.975,92 (-0,24 Prozent) CAC40 (Paris): 3.877,70 (-0,92 Prozent) MIB (Mailand): 18.933,74 (-0,61 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.834,70 (-1,04 Prozent) SMI (Zürich): 6.117,43 (-0,57 Prozent) ATX (Wien): 2.694,09 (-1,80 Prozent) (11.07.2011/ac/n/m)