Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen sind nach schwächeren Vorgaben aus den USA mit Verlusten in den Mittwoch gestartet. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,71 Prozent auf 2.870,19 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 fällt um 0,60 Prozent auf 2.600,00 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt indes um 0,52 Prozent nach auf 704,46 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls mehrheitlich im Minus.
Die US-Börsen legten auch gestern eine Verschnaufpause ein. Am Markt stieg die Unsicherheit darüber, ob die vergangene Woche beschlossenen Stützungsmaßnahmen tatsächlich erfolgreich sein werden. Der Dow Jones verlor am Ende 0,53 Prozent auf 11.346,75 Punkte, während sich der NASDAQ Composite um 0,66 Prozent auf 2.562,98 Punkte verschlechterte. Der S&P 500 gab 0,81 Prozent nach auf 1.213,40 Zähler. Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den schlechten Vorgaben der US-Börsen uneinheitlich. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages notiert der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 1,40 Prozent bei 9.830,52 Punkten.
In der Schweiz stehen die Papiere des Zementherstellers Holcim mit einem Abschlag von 2,7 Prozent als schwächster Wert im SMI auf der Verkaufsliste, nachdem das Unternehmen in den ersten neun Monaten einen Gewinnrückgang ausweisen musste. So wurde beim Konzerngewinn nach Anteilen Dritter ein Rückgang auf 875 Mio. CHF (Vorjahreszeitraum: 1,58 Mrd. CHF) verzeichnet. Der Gewinnrückgang erklärt sich nicht nur mit dem schlechteren Geschäftsgang, sondern auch mit der bereits früher dargelegten einmaligen, nicht kassenwirksamen Steuerbelastung im Zusammenhang mit der Bereinigung der nordamerikanischen Beteiligungsstruktur im ersten Quartal 2010, so der Konzern. Der Konzernumsatz stieg hingegen um 5,0 Prozent auf 16,57 Mrd. CHF. Für das laufende Fiskaljahr äußerte sich Holcim bezüglich der weiteren Aussichten zurückhaltend. So werde es nach Konzernangaben nicht einfach werden, im Konzern den betrieblichen EBITDA des Vorjahres zu erreichen. An der Indexspitze verteuern sich hingegen die Papiere von Swisscom nach den gestern veröffentlichten Zahlen heute um 0,6 Prozent.
In Großbritannien meldete sich J. Sainsbury (J Sainsbury) mit Halbjahresergebnissen zu Wort. Demnach konnte die drittgrößte britische Supermarktkette ihren Gewinn im ersten Halbjahr deutlich erhöhen. Zurückzuführen war dies neben Kosteneinsparungen auf eine stärkere Nachfrage nach hochpreisigen Lebensmittelprodukten sowie nach Bekleidung. Die Erwartungen wurden allerdings knapp verfehlt. Der Nettogewinn belief sich auf 347 Mio. Britische Pfund (GBP), nach 252 Mio. GBP im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn vor Steuern erhöhte sich um 8,1 Prozent auf 332 Mio. GBP, während Analysten hier mit 335 Mio. GBP gerechnet hatten. Der Titel verbilligt sich um 2,1 Prozent. Auf der Einkaufsliste stehen im FTSE 100 heute die Papiere des Versorgers Scottish and Southern mit einem Aufschlag von 4,1 Prozent ganz oben, während am Ende die Aktie des Bergbaukonzerns Lonmin um 2,3 Prozent nachgeben. Im CAC 40 stehen die Papiere von Veolia Environnement mit einem Aufschlag von 2,1 Prozent hoch im Kurs, während am Indexende Natixis 7,6 Prozent nachgeben.
In Österreich konnte Telekom Austria in den ersten neun Monaten mit einem deutlichen Gewinnplus aufwarten. Zwar verringerte sich der Umsatz von zuvor 3,62 Mrd. Euro auf nunmehr 3,48 Mrd. Euro, allerdings konnte das operative Ergebnis (EBIT) auf 476,4 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden. Beim Nettogewinn wurde in den ersten neun Monaten ein Anstieg auf 257 Mio. Euro verzeichnet (Vorjahreszeitraum: 31 Mio. Euro). Die Aktie gibt derzeit um 1,2 Prozent nach.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.870,19 (-0,71 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.600,00 (-0,60 Prozent) EURONEXT 100: 704,46 (-0,52 Prozent) FTSE 100 (London): 5.854,09 (-0,36 Prozent) CAC40 (Paris): 3.918,65 (-0,69 Prozent) MIB (Mailand): 21.382,73 (-0,91 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.409,80 (+1,15 Prozent) SMI (Zürich): 6.569,28 (-0,19 Prozent) ATX (Wien): 2.725,15 (-0,31 Prozent) (10.11.2010/ac/n/m)