Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes notieren im frühen Freitaghandel in der Verlustzone und knüpfen damit an ihre schwache Vortagesentwicklung an. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert 0,39 Prozent auf 2.452,13 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt um 0,14 Prozent nach auf 2.468,95 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen Abschläge aus.
Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel ermittelte für Oktober einen Rückgang bei den Auto-Neuzulassungen in der Europäischen Union (EU27). So verringerte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen binnen Jahresfrist um 4,8 Prozent auf 959.412 Einheiten. In den ersten zehn Monaten 2012 fiel die Zahl um 7,3 Prozent auf 10.327.276 Einheiten. Für Deutschland, den größten Automobilmarkt in Europa, wurde im Berichtsmonat ein Zuwachs um 0,5 Prozent auf 259.529 Neuzulassungen gemeldet. Im Zehn-Monats-Zeitraum ergab sich ein Minus von 1,6 Prozent auf 2.618.327 Pkw.
In Großbritannien geht es für die Aktie des Börsenbetreibers London Stock Exchange (LSE) um 1,6 Prozent nach unten. Das Unternehmen konnte im ersten Halbjahr mit einem leichten Gewinnanstieg beim bereinigten Konzernergebnis aufwarten. Beim Umsatz legte man ebenfalls zu. Insgesamt zeigte sich der Konzern mit der Ergebnisentwicklung in der ersten Jahreshälfte zufrieden. So habe man vor allem von der guten operativen Entwicklung in den Segmenten Information Services, Post Trade Services und im Bereich Technologie profitieren können. Reckitt Benckiser (Reckitt Benckiser Group) hat gestern Abend ein überraschendes Übernahmeangebot für den US-Konzern Schiff Nutrition International Inc. vorgelegt und dabei die zuletzt vom Chemie- und Pharmakonzern Bayer unterbreitete Übernahmeofferte übertrumpft. Die Anteilsscheine des Reinigungsmittelherstellers verbilligen sich um 0,3 Prozent.
Zahlen wurden heute bereits aus Österreich gemeldet. Gut lief es in den ersten neun Monaten 2012 für die Österreichische Post (Oesterreichische Post). So erzielte man ein Umsatz- und Gewinnwachstum. Der Ausblick für 2012 wurde bestätigt. Der Titel rückt als Spitzenreiter im ATX um 2,5 Prozent vor. Rosenbauer International verlieren indes im breiten Markt 1,5 Prozent an Wert. Der Feuerwehr-Ausrüster verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Gewinnrückgang. Der Umsatz konnte gleichzeitig gesteigert werden. Das Umsatzwachstum resultiert vor allem aus den internationalen Lieferungen der Rosenbauer International AG, die aufgrund des hohen Auftragsbestandes eine nach wie vor hohe Auslastung verzeichnet. Zudem konnten auch die Standorte in den USA sowie in der Schweiz den Umsatz steigern. Unterdessen führt auch die angespannte Budgetsituation der öffentlichen Haushalte dazu, dass die Kostenerhöhungen an den Fertigungsstandorten nicht in vollem Umfang in erhöhte Preise umgesetzt werden können. Schlechtester Wert im österreichischen Leitindex ATX sind zur Stunde Strabag mit einem Minus von 2 Prozent.
Im schweizerischen Leitindex SMI können Actelion an der Indexspitze um 0,5 Prozent zulegen, während sich gleichzeitig auf dem letzten Platz Zurich Insurance um 1 Prozent verschlechtern.
TNT Express (TNT Express) rücken um 1,1 Prozent vor. Der vor der Übernahme durch den US-Logistikkonzern UPS (United Parcel Service) stehende Konzern verlautbarte, dass man die 100 Prozent-Beteiligungen an den Fluglinien TNT Airways S.A. (TAY) und Pan Air Lineas Areas S.A. (PNR) an die ASL Aviation Group verkaufen wird.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.452,13 (-0,39 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.468,95 (-0,14 Prozent) FTSE 100 (London): 5.660,63 (-0,30 Prozent) CAC40 (Paris): 3.373,44 (-0,26 Prozent) MIB (Mailand): 15.051,55 (-0,73 Prozent) SMI (Zürich): 6.556,96 (-0,27 Prozent) ATX (Wien): 2.160,89 (-0,42 Prozent) (16.11.2012/ac/n/m)