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04.02.2010 11:01

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Börsen in Europa am Morgen: Verluste, Shell und Vodafone im Blick

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Züich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben zur Stunde mit recht deutlichen Verlusten zu kämpfen. Nach einem behaupteten Auftakt sackt der Dow Jones Euro Stoxx 50 aktuell um 1,12 Prozent ab auf 2.773,07 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt daneben 0,84 Prozent ein auf 2.474,80 Zähler. Für den in Paris berechneten EURONEXT 100 geht es um 0,91 Prozent nach unten auf 661,25 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Verluste.

Dabei konnten die US-Börsen gestern nach Handelsschluss in Europa noch etwas Boden gutmachen. Nach US-Börsenschluss haben dann sowohl der Technologiekonzern Cisco Systems als auch der Kreditkartenanbieter Visa besser als erwartete Zahlen auf den Tisch gelegt. In Tokio waren heute mäßige Verluste auszumachen. Im Rahmen der Ergebnisvorlage haben nachbörslich sowohl Sony wie auch Toyota ihren Ausblick angehoben. In den USA stehen heute Zahlen mitunter von Burger King, CIGNA, Kellogg und MasterCard auf der Agenda. Zur Tagesmitte hin entscheiden die BoE wie auch die EZB über die weitere Zinspolitik. Aus den USA werden die Arbeitsproduktivität, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Industrieaufträge erwartet.

Der britisch-niederländische Ölriese Royal Dutch Shell (Royal Dutch Shell Grou a) hat im vierten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt, was mit höheren Öl- und Gaspreisen zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 1,96 Mrd. Dollar, im Vergleich zu einem Verlust von 2,81 Mrd. Dollar im Vorjahr. Der um Bestandswertveränderungen bereinigte Gewinn (CCS) lag bei 1,18 Mrd. Dollar (-75 Prozent). Der um bestimmte Einmaleffekte bereinigte Gewinn betrug 2,8 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor einen Gewinn von 2,88 Mrd. Dollar erwartet. Der Umsatz erreichte 81,08 Mrd. Dollar und lag damit auf dem Niveau des vierten Quartals 2008. Der Wert verliert im FTSE 100 in London gut 2 Prozent. Dagegen rücken Papiere des Mobilfunkbetreibers Vodafone (Vodafone Group) um fast 5 Prozent vor. Wie zuvor bekannt wurde, konnte der Konzern seinen Umsatz in den drei Monaten zum 31. Dezember um 10,3 Prozent auf 11,5 Mrd. Britische Pfund (GBP) steigern. Analysten waren von Erlösen von 11,4 Mrd. GBP ausgegangen. Für das Gesamtjahr rechnet Vodafone inzwischen mit einem bereinigten operativen Gewinn in Höhe von 11,4 bis 11,8 Mrd. (ursprünglich: 11,8 Mrd.) GBP. Papiere der Fluggesellschaft easyJet gewinnen im breiten Markt 1,6 Prozent. Laut Angaben des Billigfliegers wurden im Januar 3,142 Millionen Passagiere befördert, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Plus von 10,7 Prozent entspricht. Der Sitzladefaktor verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 3,6 Prozentpunkte auf 79,3 Prozent.

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (European Aeronautic Defence and Space) kann im Streit um den Militärtransporter A400 offenbar auf mehr Geld hoffen. Wie in der Presse zu lesen war, seien die Staaten offenbar doch bereit, unter dem Strich mehr als die zuletzt genannte Nachzahlung von 2 Mrd. Euro zu leisten. Der endgültige Abschluss der Verträge könnte sich aber noch bis Ende Februar verzögern. EADS verlieren im CAC40 in Paris 0,4 Prozent.

Wie der schweizerische Versicherungskonzern Zurich Financial (Zurich Financial Services (N) (Zuerich)) bekannt gab, hat er im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 ein um 6 Prozent höheres Ergebnis verbucht, was u. a. mit Kosteneinsparungen zusammenhängt. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn belief sich demnach auf 3,22 Mrd. Dollar, nach 3,04 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Im vierten Quartal lag der den Aktionären zurechenbare Gewinn bei 1,05 Mrd. Dollar (Vorjahr: 205 Mio. Dollar). Analysten hatten hier einen Gewinn von 1,01 Mrd. Dollar erwartet. Zurich Financial stechen im SMI mit einem Plus von gut 4 Prozent ins Auge. Auf der Gegenseite geben UBS und Credit Suisse jeweils mehr als 2 Prozent ab.

Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Umsatz lag bei 9,66 Mrd. Euro, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Minus von 5 Prozent entspricht. Auf Basis konstanter Wechselkurse wurde ein Umsatzplus von 1 Prozent ausgewiesen. Das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter verringerte sich um 27 Prozent auf 831 Mio. Euro. Unilever sacken im AEX um 3,5 Prozent ab.

Titel der größten spanischen Bankgesellschaft Banco Santander (Banco Santander Central Hispano) liegen im IBEX 35 in Madrid mit 3 Prozent hinten. Dabei hat das Geldinstitut im vierten Quartal mehr verdient, was auf stärkere Ergebnisse in Großbritannien und Brasilien zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich auf 2,20 Mrd. Euro, im Vergleich zu 1,94 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,12 Mrd. Euro ausgegangen.

Der finnische Papierhersteller Stora Enso Oyj konnte im vierten Quartal 2009 infolge von Kosteneinsparungen einen Gewinn ausweisen. Unternehmensangaben zufolge verringerten sich die Umsatzerlöse um 8 Prozent auf 2,40 Mrd. Euro. Der Nettogewinn betrug 45,9 Mio. Euro, gegenüber einem Vorjahresverlust in Höhe von 654,6 Mio. Euro. Stora Enso gewinnen an der Nordic Stock Exchange 1,6 Prozent. Um 3 Prozent nach oben geht es für Titel der Danske Bank . Wie die dänische Großbank bekannt gab, wurde im Gesamtjahr 2009 ein Nettogewinn von 1,71 Mrd. Dänischen Kronen (DKK) ausgewiesen, nach einem Überschuss von 1,04 Mrd. DKK im Vorjahr.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.773,07 (-1,12 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.474,80 (-0,84 Prozent) EURONEXT 100: 661,25 (-0,91 Prozent) FTSE 100 (London): 5.218,57 (-0,66 Prozent) CAC40 (Paris): 3.774,33 (-0,50 Prozent) MIB (Mailand): 22.007,64 (-0,73 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.609,20 (-2,56 Prozent) SMI (Zürich): 6.518,65 (+0,54 Prozent) ATX (Wien): 2.531,24 (-0,27 Prozent) (04.02.2010/ac/n/m)

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