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02.02.2012 10:45

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Börsen in Europa am Morgen: Verluste, Unilever nach Zahlen unter Druck

Royal Dutch Shell Grou a zu myNews hinzufügen Was ist das?


Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes schalten im frühen Donnerstaghandel den Rückwärtsgang ein. Nach den deutlichen Zugewinnen vom Vortag nehmen die Investoren heute teilweise Gewinne mit. Im Blickfeld der Anleger stehen dabei diverse Quartalsbilanzen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,31 Prozent auf 2.463,22 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,32 Prozent auf 2.455,30 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigen mehrheitlich eine negative Tendenz.

Unilever meldete heute für das abgelaufene Fiskaljahr 2011 einen leichten Gewinnanstieg. Der Umsatz lag mit 46,47 Mrd. Euro um 5,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Auf Basis konstanter Wechselkurseffekte betrug der Umsatzanstieg 7,7 Prozent. Der operative Gewinn verbesserte sich auf 6,43 Mrd. Euro, nach 6,34 Mrd. Euro im Vorjahr. Bereinigt um restrukturierungsbedingte Einmaleffekte erhöhte sich der operative Gewinn auf 6,90 Mrd. Euro. Beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter wies man einen kleinen Anstieg auf 4,25 Mrd. Euro aus, nach 4,24 Mrd. Euro im Vorjahr. Konzernangaben zufolge hat man im Berichtszeitraum vor allem unter gestiegenen Rohstoffkosten und höheren Werbeausgaben zu leiden gehabt. Der bereinigte Gewinn je Aktie verbesserte sich hingegen im Vorjahresvergleich um 4 Prozent auf 1,41 Euro. Für das laufende Fiskaljahr 2012 erwartet Unilever erneut ein herausforderndes konjunkturelles Umfeld sowie weiter anziehende Rohstoffkosten. Die Aktie verbilligt sich um 2,8 Prozent.

Negativ aufgenommen wird der Zahlenausweis von AstraZeneca . Der Pharmakonzern verzeichnete im vierten Quartal 2011 einen Gewinnrückgang. Die Umsatzerlöse erhöhten sich auf 8,66 Mrd. US-Dollar, nach 8,62 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter verringerte sich gleichzeitig von 1,62 Mrd. US-Dollar auf nun 1,49 Mrd. US-Dollar bzw. 1,16 US-Dollar je Aktie. Das operative Ergebnis fiel von 2,41 Mrd. Dollar auf 2,17 Mrd. Dollar. Weiteren Angeben zufolge plant der Konzern den Abbau von rund 7.300 Stellen um die Kosten zu senken. Der Titel gibt um 3,1 Prozent nach. Für Royal Dutch Shell (Royal Dutch Shell Grou a) geht es daneben um 2 Prozent nach unten. Der größte Ölkonzern in Europa verzeichnete im vierten Quartal einen leichten Gewinnrückgang. Zurückzuführen war dies auf schwächere Raffineriemargen und eine geringere Erdgasnachfrage. Die Erwartungen der Analysten wurden verfehlt. Der Nettogewinn belief sich auf 6,50 Mrd. US-Dollar, im Vergleich zu 6,79 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Der um Bestandswertveränderungen bereinigte Gewinn (CCS) lag bei 6,46 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 5,7 Mrd. US-Dollar). Der um Bestandswertveränderungen und Einmaleffekte bereinigte Gewinn betrug 4,85 Mrd. US-Dollar (+18 Prozent). Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 5,2 Mrd. US-Dollar erwartet. Der Umsatz des Konzerns erreichte im Berichtsquartal 115,58 Mrd. US-Dollar und lag damit deutlich über dem Niveau des vierten Quartals 2010 (100,71 Mrd. US-Dollar). Die gesamte Öl- und Gasproduktion lag bei 3,31 Millionen BOE (Barrels of Oil Equivalent) pro Tag, was einem Minus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die spanische Arbeitsmarktlage hat sich im Januar 2012 nach Angaben des Arbeitsministeriums verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen binnen Monatsfrist um 177.470 Personen oder 4,01 Prozent auf 4,6 Millionen. Der Stand des Vorjahresmonats wurde somit um 8,72 Prozent übertroffen. BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria) gewinnen 0,6 Prozent an Wert. Die Bank hat im vierten Quartal 2011 einen Verlust erwirtschaftet, was mit einer Sonderbelastung und höheren Rückstellungen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 139 Mio. Euro, gegenüber einem Gewinn von 939 Mio. Euro im Vorjahr. Dabei hatte das jüngste Ergebnis vor allem unter einer Goodwill-Abschreibung in Höhe von rund 1 Mrd. Euro in Zusammenhang mit den US-Aktivitäten zu leiden. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 152 Mio. Euro ausgegangen. Die Nettozinseinnahmen lagen mit 3,49 Mrd. Euro über dem Vorjahresniveau (3,14 Mrd. Euro). Im Gesamtjahr lag der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen bei 3,00 Mrd. Euro, gegenüber 4,61 Mrd. Euro im Vorjahr.

In Schweden verbilligen sich Electrolux (Electrolux AB (B)) um 2,3 Prozent. Der Hersteller von Haushaltsgeräten verzeichnete im vierten Quartal einen Gewinnrückgang. Der Umsatz lag mit 28,37 Mrd. Schwedischen Kronen (SEK) über dem Vorjahreswert von 27,56 Mrd. JPY. Der Nettogewinn sank indes um 67 Prozent auf 221 Mio. SEK. Insgesamt habe man im Berichtszeitraum unter dem anhaltend schwierigen Marktumfeld und höheren Rohstoffpreisen zu leiden gehabt. Auch für die erste Jahreshälfte 2012 erwartet Electrolux keine schnelle Nachfrageerholung in den etablierten Absatzmärkten wie den USA oder Europa.

Novo Nordisk (Novo-Nordisk) verteuern sich nach Zahlen zum abgelaufenen Fiskaljahr um 4,6 Prozent. Der Umsatz des Pharmakonzerns im Fiskaljahr 2011 mit 66,35 Mrd. Dänischen Kronen (DKK) über dem Vorjahreswert von 60,78 Mrd. DKK. Der operative Gewinn verbesserte sich auf 22,37 Mrd. DKK, nach 18,89 Mrd. DKK im Vorjahreszeitraum, wobei die operative Marge auf 33,7 Prozent (Vorjahreswert: 31,1 Prozent) anzog. Der Nettogewinn lag mit 17,10 Mrd. DKK über dem Vorjahreswert von 14,40 Mrd. DKK.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.463,22 (-0,31 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.455,30 (-0,32 Prozent) FTSE 100 (London): 5.766,87 (-0,41 Prozent) CAC40 (Paris): 3.355,84 (-0,35 Prozent) MIB (Mailand): 16.144,39 (-0,74 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.690,60 (-0,07 Prozent) SMI (Zürich): 6.043,12 (-0,44 Prozent) ATX (Wien): 2.144,20 (+0,28 Prozent) (02.02.2012/ac/n/m)

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