Paris (aktiencheck.de AG) - An den europäischen Börsen sind heute kurz nach Handelsbeginn deutlich rote Vorzeichen auszumachen. Nach wie vor lastet die Furcht vor den Konsequenzen eines möglichen schweren atomaren Unfalls in den japanischen Atomkraftwerken auf der Stimmung der Anleger. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 3,67 Prozent auf 2.747,31 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt indes 3,28 Prozent nach auf 2.482,60 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verliert 3,68 Prozent auf 671,48 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Minus.
Die französischen Verbraucherpreise sind im Februar 2011 mit vermindertem Tempo angestiegen. Dies gab die Statistikbehörde INSEE in Paris bekannt. So sank die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 1,7 Prozent, nach 1,8 Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten mit einer Preissteigerung um 1,7 Prozent gerechnet. Im Vormonatsvergleich zogen die Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent an, gegenüber einem Preisrückgang um 0,2 Prozent im Januar.
Im Schweizer SMI sind aktuell ausschließlich Verlierer auszumachen. Papiere von Synthes markieren mit einem Minus von 2,0 Prozent die Indexspitze. Am unteren Ende sind Anteile der Swatch Group mit einem Abschlag von 5,9 Prozent und Anteile von Richemont mit einem Minus von 6,2 Prozent zu finden. Aktien der Großbank UBS verlieren 3,2 Prozent an Wert. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2010 ein höheres Ergebnis erzielt als Anfang Februar gemeldet, nachdem man noch Anpassungen vorgenommen hat. Den Angaben zufolge belief sich der den UBS-Aktionären zurechenbare Reingewinn auf 7,53 Mrd. Schweizer Franken (CHF), gegenüber einem Verlust von 2,74 Mrd. CHF im Jahr 2009. Papiere von Lindt & Sprüngli (Chocoladefabriken LindtSpruengli) tendieren geringfügig im Plus. Der Schokoladenspezialist gab zuvor bekannt, dass er die für das Jahr 2010 kommunizierten Umsatzerwartungen erreichte und auch die Ertragsprognosen erfüllen konnte. Dabei profitierte man von den Aufbaumaßnahmen, die man schon im Jahr 2009 als gezielte Reaktion auf die weltweite Wirtschaftskrise eingeleitet hatte, um für die Zukunft gerüstet zu sein und von einem erneuten Aufschwung voll profitieren zu können.
Im ATX bewegen sich Aktien von Verbund mit einem Plus von 3,3 Prozent an der Indexspitze. Es folgt eine lange Reihe der Verlierer. Anteile der Erste Group Bank geben an zweiter Stelle um 1,6 Prozent ab. Aktien der Österreichischen Post (Oesterreichische Post) fallen indes um 3,2 Prozent zurück. Der Konzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem Ergebnisplus aufwarten und geht für das Fiskaljahr 2011 von einer weiteren Ergebnisverbesserung aus. Insgesamt erwartet der Post- und Logistikkonzern für 2011 einen Umsatzanstieg von 1 bis 2 Prozent. Die EBITDA-Marge soll am oberen Ende der Zielbandbreite von 10 bis 12 Prozent liegen. Am Indexende sind bei Zumtobel und Intercell deutliche Abschläge von 7,0 Prozent bzw. 8,3 Prozent auszumachen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.747,31 (-3,67 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.482,60 (3,28 Prozent) EURONEXT 100: 671,48 (-3,68 Prozent) FTSE 100 (London): 5.673,90 (-1,75 Prozent) CAC40 (Paris): 3.800,34 (-2,00 Prozent) MIB (Mailand): 21.464,27 (-1,56 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.415,90 (+0,17 Prozent) SMI (Zürich): 6.127,69 (-2,34 Prozent) ATX (Wien): 2.676,86 (-2,77 Prozent) (15.03.2011/ac/n/m)