Börsen und Öl im Minus -- Disney, Porsche, Arcandor, Bertelsmann und Opel im Fokus
Heute anstehende Termine:
- EU: Vorabschätzung Inflation Eurozone August
- USA: Einkaufsmanagerindex Chicago August
- BERU: Quartalszahlen
- C.A.T. Oil: Quartalszahlen
Deutscher Aktienmarkt im MinusDie asiatischen Börsen legten bereits mit Minuszeichen vor - auch die deutschen Aktienmärkte präsentierten sich zum Wochenstart leichter. Insbesondere der Kursrutsch in China lastete auf DAX & Co.. Kursbewegende Unternehmensdaten waren heute rar gesät. Auf Konjunkturseite ist die Inflationsrate für die Eurozone im August unerwartet gestiegen. Der am Nachmittag veröffentlichte Chicagoer Einkaufsmanagerindex, der unerwartet kräftig gestiegen ist, konnte den Indizes auch nicht auf die Beine helfen. Indes ist offenbar die Finanzierung der zum insolventen Handelskonzern Arcandor gehörenden Versandsparte Primondo bis Ende des Jahres gesichert. Des Weiteren ist eine Koppelung der Staatshilfen für Opel an den Erhalt aller deutschen Werke des Autobauers einem Pressebericht zufolge nach EU-Recht unzulässig. Zuletzt hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier als Hauptbedingung für Staatshilfen eine Bestandsgarantie für alle deutschen Opel-Werke genannt.
Der DAX verlor zu Beginn 0,9 Prozent - die 5.500er-Marke fiel. Letztlich büßte der Leitindex 1,0 Prozent auf 5.465 Punkte ein.
Der TecDAX begab sich ebenfalls ins Minus und baute dies im Laufe der Sitzung weiter aus. Das Börsenbarometer schloss mit einem Abschlag von 0,6 Prozent bei 700 Punkten.
15:54 Uhr: Chicagoer Einkaufsmanagerindex steigtDie Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte am Montag für August einen deutlichen Anstieg ihres saisonbereinigten Konjunkturindex. So erhöhte sich der Einkaufsmanagerindex auf 50,0 Punkte, nach 43,4 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Wert von 47,0 Punkten prognostiziert.
15:32 Uhr: Wall Street mit MinuszeichenAn den US-Börsen sind zum Auftakt des Handels rote Vorzeichen auszumachen. Die Nachrichtendecke ist dünn. Auf Konjunkturseite könnte einzig der Chicagoer Einkaufsmanagerindex im Verlauf für Schwung sorgen. Auf Unternehmensseite hat das Board of Directors des US-Landmaschinenherstellers Deere heute grünes Licht für weitere Investitionen auf dem Wachstumsmarkt Russland gegeben. Demnach werde der weltweit führende Landmaschinenhersteller in Russland eine Produktionsniederlassung für Traktorteile und landwirtschaftliche Maschinen errichten. Zudem stehen die am Freitag nachbörslich veröffentlichten Zahlen des Softwarekonzerns Sun Microsystems im Interesse der Anleger. Das Unternehmen musste im vierten Quartal einen Verlust und Umsatzrückgang hinnehmen.
Der Dow Jones gibt zu Beginn 0,7 Prozent ab. Die Technologiebörse Nasdaq Composite wird ebenfalls im Minus erwartet.
15:30 Uhr: Dow Jones mit Abschlägen
Der US-Leitindex ist mit einem Kursverlust von 0,7 Prozent in die Sitzung gestartet.
15:19 Uhr: Walt Disney übernimmt Marvel EntertainmentDer US-Medien- und Entertainmentkonzern Walt Disney übernimmt das Comic-Verlagshaus Marvel Entertainment für rund vier Milliarden Dollar. Im Zuge der Transaktion sollen die Anteilseigner von Marvel Entertainment 30,00 Dollar je Aktie in bar sowie 0,745 Aktien von Walt Disney je Anteilsschein erhalten, was 50,00 Dollar je Aktie von Marvell Entertainment entspricht.
14:24 Uhr: Experte - Opel mit GM & RHJ nicht profitabelDer US-Autokonzern General Motors kann den Autobauer Opel nach Überzeugung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer nicht aus eigener Kraft zurück auf die Erfolgsspur bringen. "In der Opel-GM-Verbindung wird Opel damit auf einen einzigen Markt zurückgedrängt und kann damit nicht profitabel sein", betonte Dudenhöffer. Dasselbe gelte bei einem Einstieg des Finanzinvestors RHJ International, der in großem Umfang Investitionen streichen wolle, um die Kosten zu senken.
13:26 Uhr: BERU im Sog der KriseWegen des weltweiten Absatzeinbruchs in der Autoindustrie schrumpfe der Umsatz von BERU im ersten Halbjahr im Jahresvergleich um 37,5 Prozent auf knapp 144 Millionen Euro. Das EBIT ging von 15,8 Millionen im ersten Halbjahr 2008 auf 4,5 Millionen Euro zurück. Ein noch stärkerer Rückgang des EBIT sei nur durch ein striktes Kostenmanagement verhindert worden. Das Konzernergebnis rutschte von 12,3 Millionen auf 6,5 Millionen Euro ab.


