05.01.2013 11:00
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Deutscher IPO-Markt zieht an - Springer Science und Kion vor Start

Deutscher IPO-Markt zieht an
Börsengänge 2013
Die Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) rechnet nach einem von großer Unsicherheit geprägten Jahr 2012 für 2013 mit einem verbesserten Klima für Börsengänge.
€uro am Sonntag

von Wolfgang Ehrensberger, Euro am Sonntag

„Das ruhigere Fahrwasser an den Finanzmärkten ist ein guter Augangspunkt für das Börsenjahr 2013“, heißt es in einer soeben veröffentlichten PwC-Studie. „Die Unternehmen werden ihre Initiativen für Börsengänge (Initial Public Offerings) verstärken“, sagte PwC-Partner Christoph Gruss. Demnach könnten in diesem Jahr zwischen elf und 14 Unternehmen den Gang an die Börse schaffen, nach zwölf im Jahr 2012. Hinzu kämen weitere „technische Listings“, bei denen neue Aktionäre keine Papiere zeichnen können, wie etwa bei der Siemens-Tochter Osram, deren Aktien an die Siemens-Aktionäre ausgegeben werden sollen.

Heißer Herbst
Bereits im vierten Quartal 2012 habe sich das IPO-Klima deutlich aufgehellt. Insgesamt sei 2012 das Emissionsvolumen um 617 Millionen Euro auf 2,14 Milliarden Euro gestiegen, wobei die Zahl der IPOs bei zwölf lag. Allein 95 Prozent des hohen Gesamtvolumens 2012 sei auf das Konto der beiden großen Börsengänge im Herbst gegangen, dem Versicherer Talanx (767 Millionen Euro) und der Telefonica Deutschland Holding (1,26 Milliarden Euro). „Es darf als positives Zeichen gewertet werden, dass sich Unternehmen auch wieder größere Börsengänge zutrauen“, so Gruss.

Als einer der ersten Kandidaten für 2013 gilt der Düsseldorfer Wohnungskonzern LEG, der noch vor Ostern auf den Markt kommen könnte. Für das zweite Quartal stehen dann der Wissenschaftsverlag Springer Science und der Gabelstapler-Hersteller Kion bereit.

Weniger Kapitalerhöhungen 2012 wurden den PwC-Angaben zu Folge viele angekündigte Transaktionen abgesagt oder verschoben, auch weil Investoren hohe Abschläge verlangten und man sich nicht auf einen Preis einigen konnte. „Bei Transaktionen, die stattgefunden haben, lag der Emissionspreis vielfach am unteren Ende der Preisspanne“, so Gruss. Einige Transaktionen entwickelten sich zu regelrechten Hängepartien wie der Talanx-Börsengang, der mehrfach verschoben wurde.

Deutlich zurückgegangen ist 2012 auch das Volumen von sogenannten secondary offerings, also Kapitalerhöhungen. Hier brach das Volumen um mehr als drei Viertel von 27,4 Milliarden Euro (2011) auf 6,7 Milliarden Euro ein. Das Vorjahr war allerdings gekennzeichnet durch einige großvolumige Kapitalerhöhungen wie der Commerzbank oder des Energiekonzerns RWE.

Bildquellen: istock/Yong Hian Lim, iStock

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