BERLIN (dpa-AFX) - Die Arbeit von Bosch und
Siemens an der Brandschutzanlage des neuen Hauptstadtflughafens ist aus Sicht der Unternehmen nicht zu beanstanden. "Unsere Systeme sind vollständig kompatibel, die Schnittstellen sind komplett funktionsfähig", sagte Bosch-Bereichsleiter Peter Ribinski am Mittwoch im Abgeordnetenhaus. Dass die Anlage dennoch nicht funktioniere, liege daran, dass die Anforderungen bis heute nicht abschließend geklärt seien. Die endgültige Brandschutzmatrix als verbindliche Grundlage für alle Beteiligten liege bis heute nicht vor, sagte Ribinski im Bauausschuss des Landesparlaments.
Nach seinen Worten hat der Bauherr immer neue Anforderungen benannt. Allein Bosch sei im Laufe des Projekts von mehr als 300 Planungsänderungen betroffen gewesen. Siemens-Bereichsleiter Jörg Marks äußerte sich ähnlich. So sei die Zahl der Entrauchungsklappen seit Baubeginn 2006 von 400 auf nun 2.500 bis 2.800 gestiegen. Nach Angaben des Projektsteurers WSP verdreifachte sich die Zahl der Sprinklerköpfe./bf/DP/stw