MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Euro-Schuldenkrise macht auch der Brillenindustrie zu schaffen. Der Auslandsumsatz der Branche ging im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro zurück, wie der Industrieverband Spectaris am Freitag zum Start der Fachmesse Opti in München mitteilte. Grund seien vor allem rückläufige Lieferungen in EU-Länder, deutlich besser sei es in Asien, sowie Nord- und Südamerika gelaufen."2011 war ein eher durchschnittliches Jahr", sagte Verbandschef Josef May. Auch im Inland verzeichnete die Branche erstmals seit fünf Jahren wieder einen leichten Umsatzrückgang von 0,5 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro.
Die Augenoptiker in Deutschland verkauften 2011 rund 1,5 Prozent weniger Brillenfassungen als noch im Vorjahr, wie der Präsident des Zentralverbands der Augenoptiker, Thomas Truckenbrod, mitteilte. Der Hersteller-Verband gibt sich für das Jahr 2012 deshalb zurückhaltend: "Im Inland gehen wir von leicht wachsendem Geschäft aus", sagte May, der mit einem Umsatzplus von ungefähr einem Prozent rechnet. Positiv wirke sich dabei auch die alternde Bevölkerung aus./dak/DP/wiz