NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb (BMS) (
Bristol-Myers Squibb) will sich mit niedrigeren Werbe- und Marketingausgaben gegen den Patentwegfall für den Kassenschlager Plavix stemmen. Der erwartete Umsatzeinbruch soll unter anderem durch niedrige Kosten abgefedert werden, wie das Unternehmen am Donnerstag in New York mitteilte.
Dennoch rechnet Bristol-Myers Squibb 2012 mit einem niedrigeren Gewinn. Der Gewinn je Aktie werde zwischen 1,90 und 2,00 Dollar erwartet. Das wären bis zu zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Beim Umsatz erwartet der Konzern ein Minus zwischen 14 und 19 Prozent auf 17,2 bis 18,2 Milliarden Dollar. Damit könnte der Umsatzrückgang etwas stärker ausfallen als bislang von Experten erwartet.
Das Unternehmen versucht derzeit, mit neuen Medikamenten und Übernahmen den erwarteten Umsatzausfall durch den Patentverlust von Plavix mittelfristig auszugleichen. Der Blutverdünner ist nach dem Blutfettsenker Lipitor, der vom Konkurrenten Pfizer verkauft wird, das Medikament mit dem weltweit höchsten Umsatz.
Im laufenden Jahr rechnet Bristol-Myers Squibb bei Plavix mit einem Umsatz von 2,7 Milliarden Dollar. Die Umsätze von Originalmedikamenten können nach Patentverlust und der Konkurrenz billiger Nachahmermittel innerhalb kürzester Zeit schon mal um 80 Prozent und mehr einbrechen. 2011 war der Erlös mit dem Mittel noch um acht Prozent auf sieben Milliarden Dollar gestiegen. Konzernweit stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn verbesserte sich um rund ein Fünftel auf 3,7 Milliarden Dollar. Damit schnitt das Unternehmen etwas schlechter ab als von Experten erwartet./zb/ep/tw