Von Max Colchester
Die britische Regierung hat mit einem Veto gegen den geplanten Zusammenschluss der beiden Luftfahrt- und Rüstungskonzerne EADS und BAE Systems gedroht. Sollten Frankreich und Deutschland ihre Beteiligungen nicht verringern, so werde die Regierung ihre Goldene Aktie nutzen, um das Vorhaben zu blockieren, sagte Verteidigungsminister Philip Hammond am Sonntag dem Sender BBC.
Großbritannien habe sehr klar gemacht, dass es in den Verhandlungen "rote Linien" gebe. Sollten diese überschritten werden, würde das Land sein Veto einlegen. Die Anteile Deutschlands und Frankreichs an dem neuen Konzern müssten so gering sein, dass sie die Geschäfte nicht beeinflussen könnten.
Die Höhe der Staatsbeteiligungen an dem geplanten Megakonzern ist einer der strittigsten Punkte zwischen den Regierungen. EADS und BAE wollen Deutschland und Frankreich mit jeweils neun Prozent an dem neuen Unternehmen beteiligen. Die Briten sind gegen eine Staatsbeteiligung, da eine solche auf dem US-Markt negativ betrachtet werde. Dort macht BAE Systems fast die Hälfte seiner Geschäfte.
EADS und BAE drängen die drei Regierungen zu einer Einigung über die Struktur des Zusammenschlusses, damit sie ihren Aktionären bald einen Vorschlag vorlegen können. Dafür haben sie nach britischem Recht noch bis zum 10. Oktober Zeit. Sie können aber auch eine Fristverlängerung beantragen. Derzeit ist dies aber nicht geplant.
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October 07, 2012 11:56 ET (15:56 GMT)
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