17.02.2013 09:13
Bewerten
 (0)

Britisches Pfund weiter unter Abwertungsdruck!?

EMFIS.COM - Vor allem Japan mit seiner rigorosen Abwertungspolitik hat dies provoziert. „Währungskrieg“ als Überschrift klingt martialisch, liest sich spannend und eignet sich daher als Aufmacher für die Wirtschaftsteile der großen Zeitungen. Doch das Thema wird übertrieben. Klar sind die meisten Länder daran interessiert, dass ihre Währungen nicht zu stark sind, damit der (mögliche) Aufschwung nicht ins Stocken kommt. Und klar ist auch, dass sich jeder selbst der Nächste ist. Aber einen echten Abwertungswettlauf wird es nicht geben. Darauf deutete die Erklärung nach dem G7-Treffen in der vergangenen Woche hin und das wird auch nach dem G20-Treffen an diesem Wochenende nicht anders sein. Die Initiative des französischen Präsidenten Hollande, mittelfristige Wechselkursziele für den Euro festzulegen, stieß in ganz Europa kaum auf Resonanz, nicht einmal in den staatlichen Interventionen traditionell nicht abgeneigten Krisenländern im Süden.


Pfund-Wechselkurse an wichtigen Marken

Ohnehin wird die immer noch sehr schwache wirtschaftliche Verfassung der Eurozone verhindern, dass der Euro zu stark aufwertet. Das hat sich bereits in dieser Woche gezeigt, als die Gemeinschaftswährung nach den enttäuschenden BIP-Zahlen für das vierte Quartal deutlich zurückfiel. Allerdings nicht gegenüber allen Währungen. Gegenüber dem Pfund konnte sich der Euro gut behaupten. Der Wechselkurs EUR/GBP blieb auf dem höchsten Stand seit Oktober 2011. Das liegt vor allem an der ebenfalls schwachen Verfassung der britischen Wirtschaft. Anfang trieb noch die Erleichterung über die Entspannung in der Eurokrise den Wechselkurs nach oben, inzwischen sind es aber auch die schlechten britischen Wirtschaftsdaten. Das wird durch die Kursentwicklung beim Wechselkurs des Pfunds zum US-Dollar bestätigt: GBP/USD fiel auf den tiefsten Stand seit Juli 2012 und hat dabei auch eine seit Anfang 2009 bestehende charttechnische Aufwärtstrendlinie gebrochen. Inzwischen steuert der Wechselkurs die wichtige Unterstützung bei 1,5350 USD an, die seit Mitte 2010 immer einen stärkeren Kursrückgang verhinderte.


Fazit

Äußerst enttäuschende Zahlen zur Entwicklung der Einzelhandelsumsätze auf der Insel setzten das Pfund am Freitag nochmals unter Druck. Beide Wechselkurse stehen aber an oder kurz vor wichtigen charttechnischen Marken: GBP/USD nimmt bald die Unterstützungszone bei 1,5400/1,5350 USD ins Visier und EUR/GBP ist bislang am Widerstand bei 0,8700 GBP gescheitert. Auf eine weitere Pfund-Abwertung zu setzen, bietet sich daher gegenwärtig nicht an.



Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

Ihre
Devisen-Trader Redaktion

http://www.devisen-trader.de



Der Devisen-Trader ist Deutschlands großer Devisen-Börsenbrief und liefert konkrete Empfehlungen für Optionsscheine, Hebelzertifikate und Forex-Trades. Jetzt TESTEN: http://www.devisen-trader.de/abo.html
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt über 2 Prozent fester -- US-Börsen uneinheitlich -- Starkes Box-IPO: Erstkurs bei 20,20 Dollar -- Tele Columbus-Börsengang erfolgreich -- GE, Twitter im Fokus

Von der Leyen macht Airbus schwere Vorwürfe. EZB Coeure: Anleihekäufe nicht begrenzt. IPO: Aena geht am 11. Februar an die Börse. McDonald's plant weniger neue Filialen nach tristem Jahr. ifo-Chef Sinn kritisiert EZB-Anleihenprogramm.
Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Hier können Sie ihr Geld anlegen!

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

mehr Top Rankings

Umfrage

Depot, Urlaub & Co: Sind Sie direkt von der Abkopplung des Schweizer Franken vom Euro betroffen?