21.01.2013 12:24
Bewerten
 (0)

Bundesbank skeptisch über Bankenaufsicht der EZB - Zeitung

   Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat sich skeptisch über die geplante Bankenaufsicht durch die Europäische Zentralbank (EZB) geäußert. "Die konkrete Ausgestaltung der Bankenunion birgt das Risiko von Interessenkonflikten zwischen den aufsichtlichen Aufgaben und den geldpolitischen Aufgaben", sagte Weidmann im Interview mit den Zeitungen Helsingin Sanomat aus Finnland und Dagens Nyheter aus Schweden.

   "Deswegen hoffe ich, dass die EZB die Aufsicht sozusagen nur als Geburtshelfer übernimmt. Das heißt, die Aufsicht wird später aus der EZB herausgelöst oder es werden zumindest die Entscheidungsgremien klar getrennt", sagte Weidmann in dem Interview, das in Übersetzung auf der Webseite der Bundesbank verfügbar ist.

   Die Bankenunion sei ein sehr wichtiges Projekt, um die Währungsunion stabiler zu machen, sagte Weidmann. Sie diene nicht zuletzt dazu, den Teufelskreis zwischen schwachen Banken und verschuldeten Staaten zu durchbrechen. Damit die Bankenunion das leiste, müsse sie aber richtig ausgestaltet werden. Neben einer gemeinsamen Aufsicht sich zwingend auch ein Abwicklungs- und Restrukturierungsmechanismus nötig, sonst sei die Bankenunion unvollständig.

   Die Idee der Bankenunion sei richtig gewesen. "Jetzt müssen wir aber dafür sorgen, dass die Bankenunion funktioniert und die Interessenkonflikte mit der Geldpolitik in der Praxis nicht auftreten", betonte Weidmann.

   Kontakt zum Autor: andreas.plecko@dowjones.com

   DJG/apo/hab

   (END) Dow Jones Newswires

   January 21, 2013 05:53 ET (10:53 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 05 53 AM EST 01-21-13

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- Dow fester -- Deutsche Bank-Aktie mit neuem Allzeittief -- TV-Duell mit Schlagabtausch Trump-Clinton -- Commerzbank: 9.000 Stellen und Dividende in Gefahr -- Twitter im Fokus

Erste Bilder aufgetaucht: Google bringt neue Smartphones auf den Markt. American Express-Aktie steigt: Anleger erhalten mehr Dividende. Lufthansa-Aktie verliert: Aufsichtsrat entscheidet wohl zu Air-Berlin-Deal. EZB und Chinas Notenbank verlängern Währungsswap um drei Jahre.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?