11.02.2013 17:04
Bewerten
 (1)

Bundesbankchef Weidmann erteilt höheren Inflationszielen Absage

    FREIBURG (dpa-AFX - Bundesbankchef Jens Weidmann lehnt Forderungen nach einer noch flexibleren Geldpolitik etwa über höhere Inflationsziele ab. "Ich sehe diese Vorschläge skeptisch: Ein dauerhaft höheres Inflationsziel bewirkt dauerhaft höhere Kosten der Inflation", warnte Weidmann am Montag in Freiburg. Eine Erhöhung der Inflationsziele, um so über eine noch expansivere Geldpolitik das gesamtwirtschaftliche Wachstum stützen zu können, hatte vor einiger Zeit der Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF), Olivier Blanchard, vorgeschlagen.

 

    Mit Argusaugen beobachtet der Bundesbankchef auch die Idee, dass Notenbanken ihre Geldpolitik stärker am Wachstum ausrichten ("growth targeting"). Eine spezielle Variante sieht vor, dass Zentralbanken ein bestimmtest Niveau des Bruttoinlandsprodukts anpeilen ("level targeting"). Hierzu sagte Weidmann, im Gegensatz zu dauerhaft höheren Preiszielen ließen Niveauziele zwar lediglich vorübergehend höhere Inflationsraten zu. Derartige Konzepte hätten aber eigene Probleme. Kritiker der Wachstumssteuerung bemängeln unter anderem die späte Verfügbarkeit realwirtschaftlicher Daten.

 

    "Während der Krise den geldpolitischen Rahmen zu ändern, könnte im Übrigen das Vertrauen in die Notenbanken beschädigen und den Verdacht wecken, dass de facto andere Ziele hinter einem Strategiewechsel stecken", ergänzte Weidmann. Vergangene Woche hatte sich der künftige Chef der Bank of England, Mark Carney, für eine Erneuerung des geldpolitischen Rahmenwerks ausgesprochen. Carney gilt wie US-Notenbankchef Ben Bernanke als Anhänger einer flexiblen Geldpolitik, die mit einer zukunftsorientierten Kommunikationsstrategie versucht, Zinserwartungen lange im Voraus zu steuern. Mehrfach hatte Carney, derzeit noch Chef der Bank of Canada, auch das Konzept der Wachstumssteuerung ins Gespräch gebracht./bgf/hbr

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX geht im Plus ins Wochenende -- Dow knapp im Minus -- HeidelbergCement verdient kräftig -- Amazon mit Rekordgewinn -- Alphabet mit Umsatzwachstum -- SolarWorld, VW im Fokus

Gerücht über Investoren-Interesse an HPE lässt Aktie steigen. Rettungsplan für Krisenbank Monte dei Paschi rückt näher. VW hadert weiter mit US-Klagen - Hunderte neue Mitarbeiter nötig. Sinkflug der Ölpreise durch schwache US-Daten etwas ausgebremst. AB InBev nimmt letzte Wettbewerbshürde vor SABMiller-Fusion. US-Notenbanker Williams: Zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich. US-Wirtschaft wächst nur halb so stark wie erhofft.
Diesen Berufsgruppen trauen die Deutschen
Diese Firmen sind innovativ
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wo hat man am meisten Urlaub?
Rohstoff-Performer im ersten Halbjahr 2016
DAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
Welche deutsche Stadt ist bereit für die Zukunft?
TecDAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Was ist Ihre Meinung zu selbstfahrenden Autos?