29.12.2012 19:36

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BUNDESBANKPRÄSIDENT WARNT

Weidmann: Ursachen der Eurokrise sind noch längst nicht beseitigt


Bundesbankpräsident Jens Weidmann warnt davor, die Eurokrise bereits abzuhaken. "Die Ursachen sind noch lange nicht beseitigt".

Dies sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dass sich Krisenmüdigkeit ausbereite, könne zur Gefahr werden, "wenn die Politik mit der Krise nichts mehr zu tun haben will und erwartet, dass die Notenbank die Kastanien aus dem Feuer holt."

   Weidmann bestritt, dass die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), notfalls unbegrenzt Anleihen krisengeschüttelter Eurostaaten zu kaufen, eine Wende für den Euro gebracht habe. "Ich befürchte stabilitätspolitische Risiken und die Gefahr einer Vermischung von Geld- und Fiskalpolitik."

   Die Notenbank könne lediglich "Solvenzrisiken zwischen den Euroländern unbegrenzt umverteilen", was eine Art Versicherung sei. Diese mache das System aber noch nicht stabiler. "Das Eurosystem darf sich nicht in die Nähe zur monetären Staatsfinanzierung begeben."

    FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Deutsche Bundesbank

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Kommentare zu diesem Artikel

khaproperty schrieb:
30.12.2012 16:34:25

Europa leidet unter der Euroleiche. Sie wird, wenn nicht rückabgewickelt, den Staatenbund zerstören - auf sehr lange Zeit.
Da helfen weder all die deutschen Billionen nichts noch die der wenigen noch solventen Nationen. Der Euro als Ursache muß weg.

lamaro schrieb:
30.12.2012 13:01:04

es wird alles hinter dem rücken des volkes gemacht und das ist fatal

Motzer schrieb:
29.12.2012 20:42:55

Die Ursache der Euro-Krise ist ganz einfach der Euro. Er ist zu stark für die Südländer. Merkels Austeritätspolitik ist gescheitert. Strukturreformen sind gut gemeint, aber sie müssen zur Identität der Völker passen. Kann man z.B. GR auf deutsches Effizienz-Niveau bringen?

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