FRANKFURT (Dow Jones)--Das Bundeskartellamt hat gegen die Deutsche Telekom laut einem Zeitungsbericht ein Verfahren wegen des Verdachts auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung eingeleitet. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ - Donnerstagausgabe) berichtet, soll der Bonner Konzern ein wichtiges DSL-Vorleistungsprodukt unter den tatsächlichen Kosten anbieten, um sich Vorteile bei seinen Großkunden zu verschaffen.
Die Preise seien marktüblich und gerecht, sagte ein Telekom-Sprecher auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Zunächst wolle der Konzern nun abwarten, in welcher Form das Bundeskartellamt aktiv werde. Die Einleitung eines Verfahrens sage noch nichts über die Sicht der Behörde aus.
Das Bundeskartellamt habe in einem ersten Ermittlungsschritt Auskunftsbeschlüsse verschickt, um in der Branche Preise und andere Marktdaten abzufragen, heißt es in dem Bericht weiter. Zuvor hätten sich mehrere Wettbewerber der Telekom bei der Bundesnetzagentur und dem Kartellamt über die Preisgestaltung des Konzerns beschwert. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, könnte das Kartellamt ein Bußgeld gegen die Telekom verhängen, schreibt das Blatt.
Beim Bundeskartellamt war am Abend niemand für einen weiterreichenden Kommentar zu erreichen.
Hintergrund des Verfahrens ist laut dem Artikel der harte Kampf um Marktanteile zwischen der Deutschen Telekom AG und Konkurrenten wie Telefónica, Vodafone oder QSC, die ihre Netze ebenfalls an Großkunden ohne eigene Infrastruktur vermieten.
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December 02, 2009 12:44 ET (17:44 GMT)
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