14.12.2012 16:29
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Bundesrat folgt NRW-Antrag - Scharfe Auflagen für Fracking

    BERLIN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Bundesrat hat für Fracking in Deutschland eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung gefordert. Die Bundesländer folgten einem Antrag Nordrhein-Westfalens und forderten die Bundesregierung zu einer entsprechenden Verordnung auf. Bisher fehlt eine bundesweite Regelung. Grüne und Linke scheiterten im Bundestag mit dem Wunsch nach einem generellen Verbot der Bohrungen zur Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten.

 

    Die Landesregierung in Düsseldorf wertete den Beschluss des Bundesrats vom Freitag als Erfolg. "Mit diesem Etappensieg stärken wir den Schutz von Boden und Gewässer gegen eine Technologie, deren Folgen wir derzeit noch gar nicht abschätzen können", erklärte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne).

 

    Nordrhein-Westfalen fordert nun einen bundesweiten Genehmigungsstopp für Fracking, bis alle mit der Technologie verbundenen Risiken geklärt sind. Auf Landesebene hatten die Ministerien für Umwelt und Wirtschaft schon im Sommer entschieden, dass es in NRW vorerst keine Genehmigungen für Erdgas-Förderung mittels Fracking geben solle. Einen Genehmigungsstopp für ganz Deutschland hatte die Landesregierung Anfang Dezember beantragt. Der Bundesrat gab ihn jetzt zur Beratung in die Ausschüsse.

 

    Kritiker befürchten beim Fracking eine Verseuchung des Grundwassers durch den Chemikalieneinsatz zum Aufbrechen des Gesteins. Das damit erschließbare Erdgas-Potenzial ist enorm: 13 Jahre lang könnte Deutschland nach Angaben des Umweltbundesamtes darüber seinen gesamten Gasbedarf decken. Allerdings kommt das Amt in einer Studie zu dem Schluss, Fracking dürfe nur unter strengen Auflagen genehmigt werden./ir/wbj/DP/she

 

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