22.06.2013 11:37
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Bundesregierung will trotz Flutkosten 2014 Haushalt ausgleichen

   Von Harriet Torry

   BERLIN--Die Bundesregierung strebt trotz der zusätzlichen Kosten durch die Hochwasserkatastrophe im kommenden Jahr einen ausgeglichenen Haushalt an. Die Nettoneuverschuldung soll 2014 auf 6,2 Milliarden Euro fallen, wie das Bundesfinanzministerium am Samstag mitteilte. Das wäre der niedrigste Stand seit 40 Jahren. Zudem soll das strukturelle Defizit bis dahin vollständig zurückgeführt werden.

   Zu Gute kommen dem Staat im kommenden Jahr höhere Steuereinnahmen, die Haushaltskonsolidierung und niedrigere Zinsen auf die eigenen Verbindlichkeiten.

   Im laufenden Jahr dürfte die Neuverschuldung mit 25,1 Milliarden Euro deutlich höher liegen. Auch weil Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zur Finanzierung des Hochwasserfonds 8 Milliarden Euro mehr aufnehmen will als bislang erwartet.

   Ab 2015 soll Deutschland erstmals seit 1969 gar keine neuen Schulden mehr aufnehmen. Dann soll auch mit der Rückzahlung der während der Finanzkrise 2009 aufgenommenen Schulden und der Kredite für den nach der jüngsten Flutkatastrophe in großen Teilen Ost- und Süddeutschlands aufgelegten Hochwasserfonds begonnen werden.

   Deutschlands Volkswirtschaft, die während der Schuldenkrise der Eurozone als sicherer Hafen gilt, sollte in der Lage sein, ihre Kreditkosten 2014 um 5,2 Milliarden Euro zu verringern, teilte das Finanzministerium weiter mit. Die Behörde erwartet im kommenden Jahr einen Haushaltsüberschuss von rund 2,2 Milliarden Euro.

   Das strukturelle Defizit in Prozent des Bruttoinlandsproduktes dürfte sich in diesem Jahr auf 0,2 Prozent belaufen, 2014 dürfte Deutschland einen Haushaltsüberschuss von 0,08 Prozent und im Jahr darauf von 0,1 Prozent ausweisen.

   Allerdings warnte das Ministerium, dass sich die Defizit-Prognosen durch die Ausgaben für den Wiederaufbau nach der Flut noch ändern könnten.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/sha

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   June 22, 2013 05:06 ET (09:06 GMT)

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