13.12.2012 16:55
Bewerten
 (4)

Bundestag beschließt strengere Regeln für Derivatehandel

    BERLIN (dpa-AFX) - Die umstrittenen Derivategeschäfte außerhalb von Börsen werden künftig schärfer kontrolliert. Als Konsequenz aus der Finanzmarktkrise verabschiedete der Bundestag am Donnerstag mit großer Mehrheit neue, strengere Regeln für diesen Markt. Derivate sind von Aktien, Zinssätzen, Währungen oder anderen Vermögenswerten abgeleitete Finanzprodukte, die unter anderem der Absicherung und dem Risikomanagement dienen.

 

    Bestimmte Derivategeschäfte dürfen damit in Zukunft nicht mehr direkt zwischen zwei Geschäftspartnern abgewickelt werden, sondern müssen über zentrale Abwicklungsstellen laufen. Dies soll die Vernetzung im Derivatemarkt verringern und für größere Transparenz sorgen. Für die Abwicklung der Geschäfte über diese zentralen Stellen gelten europaweit einheitliche Sicherheitsanforderungen.

 

    Sämtliche Derivategeschäfte müssen darüber hinaus an zentrale Register gemeldet werden. Damit bekommt die Finanzmarktaufsicht einen besseren Überblick über die Marktaktivitäten und die eingegangenen Risiken. Bei drohenden Gefahren kann sie so schneller eingreifen.

 

    Bei der Neuregelung handelt es sich um ein Ausführungsgesetz zu einer entsprechenden Verordnung der Europäischen Union. Mit dieser sogenannte Emir-Verordnung wiederum werden die Beschlüsse des G20-Gipfels aus dem Jahr 2009 umgesetzt. Sie gelten als weiterer Baustein für eine stabilere Finanzmarktarchitektur./wn/ax/DP/hbr

 

Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX schließt mit Verlust -- Dow Jones im Minus -- Kommt Apples neues iPhone früher als erwartet? -- Ifo-Geschäftsklima sinkt erstmals seit sieben Monaten -- Deutsche Bank im Fokus

US-Anleihen: Überwiegend schwächer nach Verbraucherpreisen und Yellen-Aussagen. Kein Ende der Debatte über Kohleabgabe in Sicht. Wintershall soll Interesse an Öl- und Gasassets in Libyen haben. Erneuter Streik der Amazon-Mitarbeiter in Leipzig. Fed-Chefin Yellen hält sich bei Zinswende weiter bedeckt. Bayer-Chef will Staatsgelder für Antibiotika-Forschung. IPO: Niederlande bringen verstaatlichte Bank ABN Amro an die Börse. EnBW will Windenergiefirma Prokon für 550 Millionen Euro übernehmen.
Titans

Diese Städte stellen die attraktivsten Märkte in Europa dar.

Diese Firmen zahlen Amerikas höchste Gehälter

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die rasende Welt der Elektroautos

Die wundersame Welt von Google

Was verdient man bei Apple?

Die größten deutschen Kapitalvernichter

10 Patente, die Apple für die Zukunft bereithält

mehr Top Rankings

Umfrage

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger spricht sich für die Abschaffung des Bargelds aus. Was halten Sie von diesem Vorschlag?