Cameron warnt Paris vor Folgen einer Transaktionssteuer
BRÜSSEL (AFP)--Der britische Premierminister David Cameron hat Frankreich vor den Folgen der Einführung einer Finanztransaktionssteuer gewarnt. In Zeiten der Wirtschaftskrise sei die Einführung einer solchen Steuer "verrückt" und "außergewöhnlich", sagte Cameron am Montag nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Im "Geiste gesunden Wettbewerbs" stehe französischen Banken und Unternehmen in Großbritannien die Tür offen. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte am Sonntag angekündigt, von August an finanzielle Transaktionen in Frankreich mit einer Steuer von 0,1 Prozent zu belegen.
"Der EU-Kommissar hat uns gesagt, dass die Einführung in Europa eine Halbe Million Jobs kosten wird", sagte Cameron am Montag. "Jetzt, da wir alle um Arbeitsplätze und Wachstum kämpfen, erscheint es mir außergewöhnlich, etwas zu tun, das so viele Jobs kosten wird." Großbritannien lehnt aus Sorge um die Geschäfte des Finanzssektors in der Londoner City die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene strikt ab. Da bisher auch im Kreise der Euro-Staaten keine Einigkeit über die Einführung einer solchen Steuer besteht, entschied sich Sarkozy schließlich für den Alleingang.
DJG/hab
(END) Dow Jones Newswires
January 31, 2012 00:33 ET (05:33 GMT)- - 12 33 AM EST 01-31-12


