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05.03.2008 11:31

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CeBIT/ROUNDUP: Telekom-Sparte T-Systems kooperiert mit US-Firma Cognizant

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        HANNOVER (dpa-AFX) - Die Deutsche Telekom hat einen Partner für ihre Geschäftskundensparte T-Systems gefunden. Der Bereich System Integration (SI) mit rund 15 000 Programmierern und IT-Spezialisten arbeitet künftig mit dem amerikanischen IT-Dienstleister Cognizant zusammen, wie die Telekom am Mittwoch in Hannover auf der CeBIT mitteilte. Mit der Kooperation will T-Systems mehr Arbeiten im Niedriglohnland Indien erbringen lassen und damit die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Knapp 1200 indische Mitarbeiter von T- Systems SI sollen zu Cognizant wechseln.

 

    Cognizant und T-Systems versprechen sich von der Kooperation Wachstumsimpulse. "Wir können unsere Profitabilität deutlich steigern und stärken uns in Schlüsselbranchen", sagte T-Systems-Chef Reinhard Clemens. Neben dem reinen Kostenaspekt ergänzen sich die beiden Unternehmen geografisch. So ist die Telekom in Europa stark, Cognizant in Nordamerika und einigen Ländern Asiens. Auch bei der Gewinnung neuer Kunden wollen sich die Partner helfen. Der US-Konzern verfügt bei Banken und Pharmaunternehmen über eine gute Position und T-Systems im Automobilsektor. "In diesen Bereichen werden wir uns ergänzen", sagte Telekom-Chef René Obermann. Die Umsätze bei neuen Kunden würden geteilt.

 

    Obermann hatte vor rund einem Jahr die Partnersuche mit dem Ziel eingeläutet, die Kosten zu senken und die internationale Präsenz zu stärken. Im Gespräch war auch ein Verkauf des Geschäftsbereichs, dies wurde aber verworfen. Die Beschäftigten der SI programmieren und passen Software und Systeme auf die Bedürfnisse der Kunden an. Rund zwei Drittel der Arbeiten fallen direkt bei Kunden an, der Rest kann zu günstigen Preisen in Niedriglohnländern erbracht werden. Experten erwarten für das Geschäftsfeld Systemintegration hohe Zuwachsraten.

 

    T-Systems befindet sich in einer tiefen Umstrukturierung, mit der die Gesellschaft auf den Wachstumspfad geführt werden soll. In den vergangenen Wochen hat der neue T-Systems-Chef Reinhard Clemens bereits das Management massiv ausgedünnt. Der Vorstandsvorsitzende Obermann betonte, dass es weitere Stellenstreichungen bei T-Systems gebe werde, ohne einen Umfang zu nennen. Die Kooperation soll aber nicht automatisch zu einem Abbau von Arbeitsplätzen bei T-Systems führen. "Wir haben eine gute Vorwärtsstrategie entwickelt, dass wir wenig Personalanpassungen vornehmen müssen", sagte Clemens.

 

    Die in Frankfurter angesiedelte T-Systems setzte im vergangenen Jahr mit 56 000 Mitarbeitern rund 12 Milliarden Euro um. Cognizant verfügt vor allem in Nordamerika über eine starke Stellung, wo 80 Prozent des Umsatzes von zuletzt 2,14 Milliarden US-Dollar erzielt wurden. Ende 2007 beschäftigte das Unternehmen 55 000 Mitarbeiter, deren Zahl bis zum Jahresende auf bis zu 75 000 erhöht werden soll./mur/sk

 

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