Analyse-Datum: Mittwoch, 1. Februar 2012
Diagnose: Der Blick auf den Wochenchart verdeutlicht das Dilemma. Der langfristige Abwärtstrend aus 2007 ist völlig intakt und nicht annähernd in Reichweite, das Verlaufstief aus 2009 bei 2,64 Euro ebenso wenig.
Commerzbank: Langfrist-Chart auf Wochenbasis
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)
Prognose: Um den Chartverlauf wieder aussichtsreicher zu gestalten, müsste der Kurs zum einen recht schnell über die 38-Wochen-Linie bei aktuell 2,07 Euro ansteigen und zum anderen die oben genannte ehemalige Unterstützungszone bei 2,64 Euro zurückerobern. Hier stellen sich aber einige technische Parameter quer: So generierte der Slow Stochastik auf Wochenbasis bereits ein Verkaufssignal. Auf Tagesbasis hat der Trendfolger MACD ebenfalls seine überkaufte Extremzone erreicht und wird dies bald mit einem frischen Verkaufssignal quittieren. Zudem weisen die Durchschnittslinien auf Wochenbasis eine fallende Tendenz auf.
Einen Lichtblick bietet dagegen die kurzfristige Betrachtung. Dort konnte sich der Titel auf Tagesbasis zuletzt über der Haltezone bei 1,80 Euro stabilisieren und die 38-Tage-Linie zurückerobern. Dagegen konnte das Bewegungshoch vom Oktober 2011 bei 2,097 Euro noch nicht überboten werden. Risikofreudige Anleger warten diesen Sprung am besten ab und ziehen einen engen Stopp bei 1,77 Euro.
von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag
Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.